26.08.2021

Webmedienmonitor 2021

Audionutzung im Internet legt kräftig zu

Knapp 60 Prozent des Radio- und Audiokonsums in der Schweiz finden heute im Internet statt. Die Covid-19-Pandemie hat die Nutzungszahlen der Onlineangebote stark angetrieben, die Umsatzentwicklung allerdings ausgebremst, wie am SwissRadioDay bekanntgegeben wurde.

Am SwissRadioDay vom Donnerstag sind erste Ergebnisse aus dem Schweizer Webmedienmonitor 2021 präsentiert worden. Dieser wurde im Auftrag des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) durch Goldmedia erstellt. Die Studie zum Schweizer Onlineaudio- und Onlinevideo-Markt basiert auf einer Befragung von Webmedien-Anbietenden und -Nutzenden zwischen Mai und Juli 2021.

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Das Angebotsspektrum ist mit insgesamt 575 Onlineaudio-Angeboten von 193 Anbietenden inhaltlich und sprachlich äusserst vielfältig, wie es in einer Mitteilung heisst. Zugenommen habe der Anteil von Online-Only-Webradios: Sie machen 39 Prozent der Angebote aus und seien fast ebenso zahlreich wie die Online-Submarken der UKW/DAB+-Sender (40 Prozent).

Corona-Effekt: Umsätze leiden, Nutzung steigt

Rund die Hälfte der Onlineaudio-Anbietenden berichtete von Umsatzverlusten durch die Pandemie. Lediglich 3 Prozent erwirtschafteten 2021 Gewinne. Dagegen sind die Nutzungszahlen deutlich gestiegen. 60 Prozent der Anbietenden gaben für 2020 höhere Abrufzahlen an.

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Diesen Trend bestätigt auch die Nutzungsbefragung: 48 Prozent hören wegen der Pandemie öfter Onlineaudio. Entsprechend gestiegen ist der Anteil der Onlinenutzung an der Gesamtnutzung von Radio- und Audioangeboten. Lag der Onlineanteil 2019 noch bei 54 Prozent, sind es heute 59 Prozent.

Mehr Musikstreaming und öfter im Auto

Am häufigsten werden Simulcast-Angebote der klassischen Radiomarken genutzt. Die grösste Reichweitensteigerung aber verzeichnen Musikstreaming-Dienste und Online-Submarken der Radiosender. Die Zahl der Podcast-Nutzenden ist dagegen gleichgeblieben.

Audio und Radio im Internet werden überwiegend zu Hause konsumiert (87 Prozent der Befragten). Deutlich zugenommen hat die Nutzung im Auto, von 38 Prozent in 2019 auf heute 52 Prozent. (pd/cbe)



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