27.08.2021

SwissRadioDay 2021

Zertifizierter Austausch unter Radioleuten

Das Branchentreffen ist zum ersten Mal in der Geschichte hybrid durchgeführt worden. Dabei wurde das offizielle Programm auf einen halben Tag gekürzt. So blieb am Donnerstag in Zürich mehr Zeit für Networking. Die Gäste schätzten das neue Konzept.
SwissRadioDay 2021: Zertifizierter Austausch unter Radioleuten
225 Gäste waren am Donnerstag physisch am SwissRadioDay im Kaufleuten Zürich anwesend. (Bilder: David Biedert)
von Christian Beck

Ohne Covid-Zertifikat keinen Einlass. So lautete die Regelung am SwissRadioDay 2021 vom Donnerstag im Kaufleuten Zürich. 225 Gäste konnten ein gültiges Zertifikat vorweisen, weitere rund 150 Personen verfolgten das Treffen der Radiobranche online über den Livestream – aus welchen Beweggründen auch immer.

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Bisher dauerte das offizielle Programm am SwissRadioDay einen ganzen Tag – verteilt auf zwei Säle. Im letzten Jahr gab es coronabedingt erstmals einen rein virtuellen Anlass, kompakt gekürzt auf 70 Minuten (persoenlich.com berichtete). «Das kam sehr gut an», sagte Organisator Darryl von Däniken. In diesem Jahr gab es erneut ein Novum: Die Reden und Panels fanden lediglich zwischen 9 und 12.30 Uhr statt. Eine Nebenbühne gab es keine mehr – die «jungen Wilden» fanden im Hauptprogramm statt. Wie eine nicht repräsentative Umfrage von persoenlich.com ergab, fand dieses neue Konzept grossen Anklang.

Vor allem auch deshalb: Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Programmteil stand der Festsaal im Kaufleuten für Networking bei Kaffee und Gipfeli offen, im Anschluss gab es einen «Networking Lunch». «Open End», wie Moderatorin Maria-Victoria Haas bei der offiziellen Begrüssung sagte. So könne man «das Zusammensein geniessen». In der Praxis sah «Open End» dann so aus: Rund zwei Stunden nach Eröffnung des Buffets war das Kaufleuten so langsam wieder leer. Die Gäste gingen zur Arbeit, nach Hause oder zogen mit anderen Radioleuten weiter.

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«Wir glauben, dass es hauptsächlich um das Networking geht. Themen von der Bühne werden aufgenommen und anschliessend untereinander diskutiert», so Darryl von Däniken zu persoenlich.com. Gut möglich, dass von nun an die künftigen SwissRadioDays nach demselben Konzept stattfinden werden. Von Däniken: «Ich denke, es könnte gut so sein.»

Opening im Dunkeln

«Radio ist Kopfkino. Deshalb sieht man uns ja auch so selten. Und das nur bei sehr speziellen Anlässen. Heute ist so einer», sagte Radio-24-Moderatorin Sharon Zucker in der einleitenden Wake-up-Session, die in absoluter Dunkelheit stattfand. Es war ein spezieller Moment, der unter dem Motto «Magisches Radio» stand.

Es folgten anschliessend diverse Programmpunkte, bunt gemischt, von einem Podium zum Thema «Wie profilieren sich Schweizer Medien im Bereich Radio & Audio» über einen Einblick in die Hörerforschung ab 2023, ersten Erkenntnissen des Webmedienmonitors 2021, einem kurzen Interview mit dem neuen RSI-Direktor Mario Timbal bis hin zum sogenannten «Digimig Update».

Dabei wurde bekannt gegeben, dass die Verbreitung von Radioprogrammen über UKW nun doch erst im Jahr 2024 abgeschaltet wird – also rund zwei Jahre später als geplant. Die Branche habe sich auf einen Kompromiss geeinigt, sagte Jürg Bachmann, Präsident Verband Schweizer Privatradios (VSP). «Wer jetzt glücklich ist, ist glücklich. Wer jetzt unglücklich ist, findet das Glück irgendwann wieder.»

Auch die Radiobranche findet wieder zusammen: Der nächste SwissRadioDay soll am 25. August 2022 stattfinden.



Weitere Impressionen vom SwissRadioDay 2021 finden Sie hier.

 



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