Keller-Sutter hatte Anzeige erstattet, nachdem ein Nutzer den KI-Bot Grok zu sexistischen Beschimpfungen gegen sie angestiftet hatte. Die Strafanzeige der Bundesrätin richtete sich gegen Unbekannt. In welche Richtung nun ermittelt werde, sei «Sache der Staatsanwaltschaft», sagte Karin Keller-Sutters Mediensprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Über die Anzeige berichteten mehrere Zeitungen. Der SonntagsBlick berichtete, dass ein X-Nutzer den KI-Chatbot Grok aufgefordert haben soll, Keller-Sutter sexistisch zu beschimpfen. Gegenüber den Zeitungen von Tamedia sagte ihr Sprecher Anfang April: «Solcher Frauenhass darf nicht als normal oder akzeptabel empfunden werden.»
Die Berner Staatsanwaltschaft ist nicht die einzige Behörde, die derzeit offizielle Untersuchungen gegen Grok, Elon Musks Plattform X sowie dessen Unternehmen xAI, führt. Nachdem Grok im Januar wegen sexualisierter KI-Bilder in die Kritik geraten war, hatte die EU-Kommission ein Verfahren gegen den Konzern X eingeleitet.
Die Brüsseler Behörde verdächtigt das Unternehmen des Tech-Milliardärs laut Mitteilung, die Risiken bei der Einführung seiner Künstlichen Intelligenz auf der Online-Plattform nicht richtig bewertet und reduziert zu haben. Auch Malaysia hatte im Januar angekündigt, rechtlich gegen Musks Konzern vorgehen zu wollen. (sda/spo)

