Mit Dealini.ch haben die Jungunternehmer René Konrad, Michael Wirth und Jean-Paul Saija die erste sogenannte Social Shopping Game ins Leben gerufen. Am Donnerstag wird das Konzept im Beisein von viel Prominenz offiziell lanciert. persoenlich.com hat sich die Geschäftsidee von CEO René Konrad erklären lassen:
Herr Konrad, wie ist die Idee für Dealini entstanden?
Wir studieren das Phänomen der Social Buying Plattformen schon seit Jahren. Nach Groupon sind auf der ganzen Welt die Klone wie Pilze aus dem Boden geschossen. Das Prinzip wirkt auf den ersten Blick sehr einfach. Auch wenn ich persönlich diese Schnäppchenplattformen als nicht nachhaltig beurteile, so sind sie aber sehr clever aufgebaut und haben ein enormes Wachstum aufzuweisen. Wir wollten die ganzen Vorteile solcher Plattformen nutzen ohne aber deren Nachteile zu übernehmen. Das Resultat ist Dealini -- das erste Social Shopping Game.
Wie funktioniert Dealini?
Auf dealini.ch sammeln und tauschen die Spieler anstelle von beispielsweise Fussballbildchen, Kärtchen von über 60 coolen Brands und versuchen mit etwas Glück, Fleiss und Tauschgeschick einen oder mehrere der Deals zu komplettieren. Bei dealini.ch gibt es keine Nieten. Jedes gedrehte Kärtchen hat immer einen direkten Gegenwert. So hat man bereits mit dem ersten Kärtchen 10% mit fünf Kärtchen 50% und im besten Fall mit zehn Kärtchen des gleichen Deals 100% Rabatt und bekommt beispielsweise ein Elektro-Fahrrad umsonst.

Social Buying Plattformen sind derzeit im Trend. Wie grenzen Sie sich von Konkurrenten wie DeinDeal oder Scoup ab?
Grouponing Plattformen sind sicherlich spannende Konzepte. Sie definieren sich aber ausschliesslich über den Rabatt und zielen hauptsächlich auf Schnäppchenjäger ab. Das birgt natürlich ein gewisses Risiko für den Anbieter (Reputationsverlust, falscher Anreiz, sehr hohe Kosten usw.). Dealini ist ganz anders aufgebaut. Für unsere Spieler steht der Sammel- und Tauschspass sowie die Interaktion mit all den anderen Dealini-Spielern im Vordergrund. Natürlich schaffen wir aber durch die Möglichkeit einen Deal gratis zu erspielen, einen sehr grossen Anreiz, täglich auf die Plattform zu kommen und sich mit den ganzen Brands auseinander zu setzen.

Für den Brandpartner sind wir im Unterschied zu Grouponing Plattformen hauptsächlich eine sehr interessante Marketingplattform. Mit Dealini steht der Brandpartner über mehrere Wochen mit den ganzen Spielern in Kontakt. Über Filme, Bilder und natürlich über das Spielerlebnis beim Tauschen und Sammeln setzen sich die Spieler mit diesen Brands auseinander und kommentieren sogar intensiv auf den Sozialen Medien wie beispielsweise Facebook. Über sein persönliches Dealini-Cockpit hat der Brandpartner jederzeit die Möglichkeit, den Erfolg seiner Kampagne zu überprüfen - selbstverständlich ohne Rückschlüsse auf persönliche Daten der Spieler!
Im Gegensatz zu DeinDeal oder Scoup hat Dealini kein Medienhaus im Hintergrund. Ein Vorteil oder Nachteil?
Das ist schwierig zu beantworten. Dealini ist sehr viral und damit weniger auf teure Medienkampagnen angewiesen. Unsere Spieler sind fantastisch und laden täglich ihre Freunde ein. Wir wachsen im Durchschnitt täglich um 5% und das nach 30 Tagen. Das ist über unseren Erwartungen. Mit einem Medienhaus im Hintergrund könnte man natürlich viel schneller wachsen. Bis jetzt war das aber noch kein Thema für uns. Wir wollen vorerst unsere Unabhängigkeit nutzen und unsere Hausaufgaben erledigen, die Plattform laufend weiterentwickeln und das Feedback unserer Spieler bestmöglich umsetzen.
Sie setzen voll aufs Sammelfieber. Migros versucht mit Sammelaktionen vor allem Kinder zu erreichen. Wer ist Ihre Zielgruppe?
Ich bin der Meinung, das ist klar eine Frage der angebotenen Produkte. Bei Migros sind es Kinderbildchen und Figürchen, bei Panini Fussballbildchen und bei Dealini Kärtchen von coolen Brands. Sammeln, Tauschen und Handeln liegt in der Natur des Menschen. Wir versuchen mit unseren angebotenen Produkten das Interesse einer grossen Masse zu wecken. Da sich Dealini aber ausschliesslich online spielen lässt und eine starke Anbindung an andere Social Plattformen hat, ist unsere primäre Zielgruppe die der 18 bis 45jährigen.
Welche Brands haben Sie schon überzeugt?
Wir haben bereits über 60 Brands aufgeschaltet. Hier eine kleine Auswahl: Tommy Hilfiger, Agent Provocateur, Ray Ban, LOccitane, Power Plate, TUI, Club Robinson, M-Way, Dyson und viele mehr. Viele weitere haben sich bereits committed. Unsere Spieler können sich also auf tolle, neue Produkte freuen.
Am Donnerstag ist der Lancierungsevent. Was erwartet die Gäste?
Wir haben uns etwas Spezielles für den Abend überlegt. Das soll aber eine Überraschung sein. Nur so viel, Xenia Tchoumitcheva wird uns durch den Abend führen und wir dürfen zahlreiche, prominente Gäste begrüssen.
Interview: Corinne Bauer

