Die Betreiber von Weihnachts-Domains erleben gerade die stressigsten Wochen des Jahres. Hinter URLs mit Christkind-Flair verstecken sich die verschiedensten Betreiber. Von gemeinnützigen Organisationen bis hin zu profitorientierten Unternehmen ist alles vertreten. Es gibt sogar Menschen, die ihren Lebensunterhalt allein mit dem Betrieb einer Weihnachts-Domain bestreiten, wie die "Financial Times" berichtet.
In den USA sind laut Schätzungen über 60 Domains registriert, die "Santa Claus" enthalten. Die Anzahl der weihnachtlichen Seitenbetreiber hat in den vergangenen drei Jahren zugenommen. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es etliche Internetangebote, die auf URLs mit weihnachtlichen Begriffen wie "Christkind" setzten. Organisationen, die Spenden sammeln, betreiben zur Weihnachtszeit gerne spezielle Portale. Andere Weihnachts-Seiten verfolgen strikt kommerzielle Interessen. Die Summen, die mit solchen saisonalen Internetauftritten erwirtschaftet werden können, sind teilweise beachtlich.

Stephen Bottomley, der Betreiber der Seite santa.co.uk, erwartet dieses Jahr etwa eine Million Besucher für sein Angebot. Er verdient mit dem Online-Vertrieb von Weihnachtsmann-Briefen und -Videos nach eigenen Angaben zwischen 156'000 und 168'000 Euro pro Jahr. "Es ist ein gutes Geschäft. Aber es ist wie eine Ernte, alles hängt von ein paar Wochen ab", so der Brite.
Die beliebteste Weihnachtsseite ist portablenorthpole.com. Das von einer kanadischen Firma betriebene Portal hat in den vergangenen drei Jahren 20 Millionen persönliche Videobotschaften des Weihnachtsmannes für Kinder produziert. In den ersten Dezemberwochen hat die Seite allein in England annähernd so viele Besucher verzeichnet wie der Netz-Auftritt der "Financial Times". Das Angebot ist derzeit gratis und wird durch Werbeeinschaltungen finanziert. (pte)

