Microsoft flickt die jüngst entdeckte Schwachstelle in seinem Internet Explorer. Bis zum Erscheinungstermin am Freitagabend sollten sich Nutzer aber noch mit einer Interims-Lösung schützen. Ab etwa 19 Uhr Schweizer Zeit am Freitag werde ein umfangreiches Sicherheits- Update zur Verfügung stehen, kündigte das Unternehmen an. Bis dahin können die Nutzer mit einer einfachen Zwischenlösung ihren Computer absichern, die Microsoft am Donnerstag veröffentlicht hat. Die Softwarelösung "Fixit" lässt sich im Netz mit einem Klick herunterladen und installieren.
Der Grossteil der Nutzer des Internet Explorer sei aber nach wie vor nicht vom Sicherheitsproblem betroffen, hiess es vonseiten des Software-Giganten. Die Sicherheitslücke war am Wochenende bekanntgeworden. Experten hatten daraufhin vor der Nutzung des Browsers gewarnt. Betroffen ist der Internet Explorer in den Versionen 9 und älter. Der neue Internet Explorer 10, der Ende Oktober mit dem Betriebssystem Windows 8 offiziell erscheint, ist von dem Problem nicht betroffen.
Über die Schwachstelle kann ein Computer mit einem Trojaner - einer verdeckt agierenden Schadsoftware - infiziert werden. Dazu reicht es schon, eine präparierte Webseite zu besuchen. Panik sei jedoch in keinem Fall nötig gewesen. Microsoft habe zu jeder Zeit ein gutes Bild über die Bedrohungslage gehabt, hiess es. Das Unternehmen rief die Nutzer auf, die Software auf ihren Computern mit Updates regelmässig auf dem aktuellen Stand zu halten. (sda)

