25.01.2013

Microsoft

Schwächelt trotz Windows 8

Quartalsgewinn fällt um 4 Prozent.

Zum ersten Mal nach der Einführung seines Hoffnungsträgers Windows 8 hat Microsoft seine Geschäftszahlen präsentiert. Das neue
Betriebssystem sorgte für einen Schub. Dafür gibt es an anderer Stelle eine Baustelle, weshalb der Gewinn am Ende leicht fällt.

Der Umbruch vom PC hin zu Tablet-Computern und Smartphones macht Microsoft weiterhin zu schaffen. Zwar hat sich das frisch herausgekommene und mit viel Aufwand beworbene Windows 8 zu Weihnachten besser verkauft als die Vorgängerversion vor einem Jahr. Gleichzeitig schwächelte aber die Business-Sparte mit den wichtigen Office-Büroprogrammen. Zudem nagten hohe Marketing- und Vertriebskosten für die Einführung des neuen Betriebssystems an den Einnahmen.
 
Unterm Strich fiel der Gewinn im zweiten Geschäftsquartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar, wie Microsoft in der Nacht auf Freitag berichtete. Zum Vergleich: Erzrivale Apple hatte von Oktober bis Dezember mehr als doppelt so viel verdient. Allerdings war die Apple-Aktie um mehr als 10 Prozent eingebrochen, nachdem der iPhone- und iPad-Hersteller seine Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Denn das bislang steile Wachstum flachte ab und der Gewinn stagnierte. Im Falle von Microsoft sank die Aktie im vorbörslichen New Yorker Handel moderat um 1 Prozent.
 
Windows 8 hat den Markt zwar nicht im Sturm erobert - dafür bekam Microsoft zu viel Gegenwind durch die schrumpfenden Verkäufe von PCs, auf denen üblicherweise Windows vorinstalliert ist. Doch Konzernchef Steve Ballmer zeigte sich zufrieden. Das neue Betriebssystem habe die Kunden begeistert, erklärte er. Es verkaufte sich mehr als 60 Millionen Mal. (sda)

 


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