16.10.2014

Studie

Schweizer haben die höchste Mobile-Affinität

Digitale Nutzungstrends in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Studie: Schweizer haben die höchste Mobile-Affinität

Andere Länder – andere Sitten: Diese Lebensweisheit aus der realen Welt gelte im Internet nur bedingt, wie die neue Gemeinschafts-Studie der IAB Switzerland, des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und IAB Österreich und zur Digitalnutzung im deutschsprachigen Internetraum zeigt.

Über 90 Prozent der 16-69 Jährigen sind an einem Wochentag per PC bzw. Laptop im Internet (CH: 88 Prozent, D und A: 92 Prozent) und die tägliche Nutzungsdauer über diese Endgeräte betrage gemäss Mitteilung über drei Stunden (CH: 179 Minuten, D: 195 Minuten, A: 200 Minuten). Über die Hälfte der Internetnutzer in den drei Ländern geht per Smartphone online (CH: 59 Prozent, D: 55 Prozent, A: 54 Prozent). Diese 32 Millionen Mobile-Nutzer in der DACH-Region sind durchschnittlich über anderthalb Stunden an einem Wochentag per mobilem Endgerät im Netz (CH: 100 Minuten, D und A: 95 Minuten).

Internet bei der Mediennutzung führend
Bei der wochentäglichen Medien- und Devicenutzung liege in allen drei Ländern das Internet an erster Stelle, gefolgt von TV. Auf Platz 3 im Ranking zeigt sich ein differenziertes Bild, das die generell leicht höhere Mobile-Affinität der Schweizer unterstreicht: Während in der Schweiz dort das Smartphone mit 59 Prozent in der Nutzergunst rangiert, liegt in Deutschland und Österreich Radio (D: 62 Prozent, A: 58 Prozent) auf dem dritten Platz. In der Schweiz folgen auf den weiteren Plätzen Tageszeitungen (51 Prozent), Radio (50 Prozent), Zeitschriften (39 Prozent), Tablet (36 Prozent) und Smart-TV (15 Prozent).

Media-Meshing ist Selbstverständlichkeit
Media-Meshing, d.h. die parallele bzw. verknüpfte Nutzung von mindestens zwei Medien ist für die Onliner in der DACH-Region eine Selbstverständlichkeit –über alle Medien hinweg. Bei neun von zehn der Befragten ist vor allem TV das zusätzliche Medium der Wahl (D: 92 Prozent, A: 90 Prozent, CH: 90 Prozent). Aber auch Radio (CH: 84 Prozent, D: 82 Prozent, A: 83 Prozent) und das Internet via Tablet (CH: 85 Prozent, D: 84 Prozent, A: 80 Prozent) stehen als Parallelmedien hoch im Kurs.

Media-Meshing in Form von Social TV-Buzz liegt im Trend. Durchschnittlich über 40 Prozent der Befragten lesen mindestens ab und zu gezielt Online-Kommentare im Social Web parallel zum TV Programm (CH: 46 Prozent, D: 48 Prozent, A: 41 Prozent). Selbst verfassen tun dies aber nur rund ein Fünftel (CH: 21 Prozent, D und A: 17 Prozent)

Bei der Internetnutzung parallel zu TV dominieren bei den digitalen Endgeräten in allen drei Ländern Laptop/ Desktop (CH: 72 Prozent, D: 80 Prozent, A: 76 Prozent) vor dem Smartphone (CH: 54 Prozent, D: 53 Prozent, A: 50 Prozent) und dem Tablet (CH: 33 Prozent, D: 28 Prozent der Befragten, A: 22 Prozent).

Wearables auf dem Vormarsch
Wearables, d.h. internetfähige Geräte (Brillen, Armbanduhren, Konntaktlinsen etc.), die direkt am Körper getragen werden können, sind ein Thema, mit dem sich die Onliner in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits intensiv auseinandersetzen. So kennen über die Hälfte aller Internetnutzer in den drei Ländern entsprechende Smart Devices (CH: 56 Prozent, D: 57 Prozent, A: 60 Prozent). Schon einmal genutzt haben solche Geräte durchschnittlich über 10 Prozent (CH und D: jeweils 14 Prozent, A: 10 Prozent), eine entsprechende Nutzung kann sich aktuell mindestens jeder Dritte vorstellen (CH: 41 Prozent, D:  Prozent, A: 37 Prozent). (pd)

Bild: iab-switzerland.ch


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