19.09.2020

Digital Festival 2020

Sicherer Begegnungsort für die Digitalszene

Das Digital Festival und der HackZurich haben die Relevanz des persönlichen Austauschs gezeigt. Die Bilder.
Digital Festival 2020: Sicherer Begegnungsort für die Digitalszene
Das Digital Festival fand von Donnerstag bis Sonntagabend im Zürcher Schiffbau statt. (Bilder: zVg.)

Die Anziehungskraft des 5. Digital Festival und 7. HackZurich war in diesem Jahr gross: Zahl-reiche Macherinnen und Macher, Führungskräfte sowie Entwicklerinnen und Entwickler haben in den letzten vier Tagen Zürich zum Treffpunkt von Technologie und Digital gemacht. Der Beitrag der beiden Formate zur Innovationsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft und Technologieszene hat über die vergangenen Jahre ein nicht mehr wegzudenkendes Ausmass angenommen.

Der, aufgrund der aktuellen Situation, etwas kleinere Rahmen der Veranstaltung hat der Einmaligkeit der beiden Formate keinen Abschlag getan, sondern die Qualität der Interaktion und des Austauschs unter den Teilnehmenden gefördert, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Veranstalter hätten bewiesen, dass es auch unter schwierigsten Umständen möglich sei, eine sichere und inspirierende Plattform für den persönlichen Austausch und Inspiration zu schaffen.

Internationale und nationale Pioniere zu Gast

Trotz der international eingeschränkten Reisemöglichkeiten haben weltweit bekannte Technologie- und Digital-Pioniere keine Mühe gescheut und den Weg ans Digital Festival auf sich genommen. In ihren Vorträgen und Interviews blickten sie auf Themen für die Zukunft, inspirierten und regten zum Nachdenken und Austauschen an. Unternehmer wie Ross Mason, Gründer von MuleSoft, Andy Yen, Gründer von Proton(Mail) oder Matthias Henze, Gründer Jimdo teilten Einblicke über den Aufbau von Technologieunternehmen. Führende Wissenschaftler und Führungskräfte wie Donald Kossmann, globaler Forschungschef von Microsoft, oder Kristina Shea, Professorin an der ETH und Pionierin im 3D- und 4D-Druck, begeisterten die Gäste mit ihren Vorträgen und nahmen sich viel Zeit für den individuellen Austausch mit der Community vor Ort.

In diesem Jahr fokussierte sich das Digital Festival besonders auf die Herausforderungen und Bedürfnisse der KMU. Mit grossem Erfolg: Konkrete Tipps und pragmatische Leitfäden für den sofortigen Einsatz in der Praxis stiessen auf grossen Anklang. Labs, Sessions und Vorträge zu Themen wie Innovationsgeschwindigkeit, Prototyping oder agiles und effizientes Zusammenarbeiten boten praxisbezogene Einblicke für die Anwendung im KMU.

Nebst inspirierenden und praxisorientierten Vorträgen haben verschiedene Sessions, Konzerte, immersive Erlebnisse oder auch der legendäre Grillabend für viel Vergnügen gesorgt, heisst es weiter.

Entwicklung von 200 Prototypen

Von Freitag bis Sonntag fand im Technopark Zürich der siebte HackZurich statt. Aus einer Vielzahl von internationalen Bewerbungen wurden 1000 Spezialisten, Programmiererinnen und Programmierer sowie Entwicklerinnen und Entwickler ausgewählt, die innerhalb 40 Stunden Arbeitszeit in Teams mehr als 200 innovative, technische Prototypen entwickelt haben. Erstmals haben in diesem Jahr 700 Teilnehmende virtuell teilgenommen. Die weltweit erste hybride Durchführung eines Hackathons hat sich laut Mitteilung «auf jeden Fall gelohnt und bietet wichtige Erfahrungen für die nächste Durchführung im Jahr 2021».

Besonders bemerkenswert waren demnach nicht nur Vielfalt und hohe Qualität der Resultate, sondern auch die Art und Weise, wie die Teams sowohl virtuell aus mehr als 50 Nationen als auch vor Ort in Zürich, miteinander zusammengearbeitet haben. Es wurden viele Anwendungen rund um das Thema Nachhaltigkeit, neue Formen der Zusammenarbeit und Gesundheit entwickelt. Gewonnen hat das Team «AI-Search for spoken audio» aus Zürich. Das Team hat eine Anwendung entwickelt, die es ermöglicht die gesprochene Sprache in Podcasts zu analysieren, um mittels Stichworten Segmente zu finden, welche für einen besonders relevant sind.

Unterstützung der Community als Erfolgsfaktor

«Nach Monaten der Unsicherheit und zahlreichen schlaflosen Nächten sind wir sehr glücklich, dass die beiden Formate auch 2020 stattfinden konnten», wird Mitgründer und Geschäftsführer Jonathan Isenring zitiert. «Nebst der grenzenlosen Energie des Teams ist das, nebst einer Portion Glück, vor allem auch dem Zuspruch unserer Community und der Unterstützung unserer Partner zu verdanken. Wir freuen uns, die Erfolgsgeschichte weiterschreiben zu können und mit unseren Plattformen weiterhin einer der relevantesten und inspirierendsten Treffpunkte von Macherinnen und Machern und Führungskräften zu bleiben. Dieser Mission bleiben wir auf jeden Fall treu, freuen uns auf das Digital Festival und den HackZurich 2021 und zahlreiche Weiterentwicklungen und Lancierung von neuen Projekten und Plattformen.» (pd/cbe)



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