Der Waadtländer Verschlüsselungstechniker Kudelski arbeitet künftig mit dem US-Streamingdienst Netflix zusammen. Damit ist der Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen beigelegt.
Die Zusammenarbeit zwischen den Firmen erstrecke sich auf die Integration der NAGRA-Sicherheitssoftware anyCast sowie andere OpenTV-Produkte von Kudelski in die Netflix-Dienstleistungen, teilte Kudelski am Dienstagabend mit. Netflix will sich mit der Verschlüsselungstechnik von Kudelksi vor Internetpiraterie schützen.
Über die finanziellen Aspekte der Einigung sei Geheimhaltung vereinbart worden, sagte ein Kudelski-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Kudelski hatte 2012 und 2013 in den USA und den Nierderlanden Klage gegen Netflix wegen Patentverletzungen eingereicht. Netflix habe die Kudelski-Technologien genutzt, ohne um eine Lizenz oder eine Lösung gefragt zu haben, so der Vorwurf.
Ziel der Klage sei es eine faire Lösung zu finden, hatte Konzernchef André Kudelski Mitte November gegenüber der Zeitung "Finanz und Wirtschaft" gesagt. Diese Lösung scheint Kudelski mit der Kooperationsvereinbarung mit Netflix nun gefunden zu haben.
Kudelski-Tochter Skidata expandiert
Am Dienstag wurde weiter bekannt, dass die Kudelski-Tochter Skidata einen Mehrheitsanteil an der US-amerikanischen Vertriebsgesellschaft Sentry Control Systems erwirbt. Mit der Beteiligung werde das US-Geschäft von Skidata gestärkt und die internationale Wachstumsstrategie vorangetrieben, heisst es in einer Mitteilung von Dienstag.
Das aktuelle Management von Sentry werde auch künftig an Board bleiben, hiess es. Über finanzielle Details wurden keine Angaben gemacht. (sda)
14.01.2015
Netflix
Spannt mit Kudelski zusammen
Damit ist der Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen beigelegt.
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