Eine bei PloS One veröffentlichte Studie hat über drei Jahre hinweg 4,6 Milliarden Tweets von über 63 Millionen Menschen ausgewertet. Zwischen September 2008 und September 2011 wurden mehr als 46 Milliarden Wörter untersucht. Die Forscher kommen zum Ergebnis, dass die Twitter-User immer unglücklicher werden. Die US-Studie erhebt die Glückseligkeit der Menschen, indem 10'000 Schlüsselwörtern ein gewisser Wert zugeteilt wird. "Lachen" beispielsweise hat einen hohen Wert von 8,50. "Gier" hat 3,06 und "Terrorist" 1,30. So können Tweets systematisch untersucht werden. Über einen längeren Zeitraum entsteht ein Stimmungsbarometer.
Der traurigste Tag im Untersuchungszeitraum war der 2. Mai 2011, der Tag an dem Osama Bin Laden erschossen wurde. Insgesamt ist die Stimmung seit 2009 ständig gesunken. Dieseer Trend hat sich seit Januar noch verstärkt. Für punktuelle Kollektiv-Depressionen sorgten unter anderem der Rekordverlust des Dow Jones Index im September 2008, die Schweinegrippe-Panik, das Dahinscheiden von Berühmtheiten wie Michael Jackson oder Patrick Swayze, diverse Naturkatastrophen und Englands Niederlage bei der Fussball Weltmeisterschaft. Feiertage sorgen dagegen für generelle Ausgelassenheit. An Samstagen ist die Stimmung tendenziell hoch, während sie an Dienstagen den Wochentiefpunkt erreicht. Manche dieser Trends werden auch von Facebook bestätigt, das ein eigenes Glücks-Barometer verwendet. (pte)

