Ab 2012 soll die Einbindung einer Google-Maps-Karte in die eigene Web-Seite ab 25'000 Seitenabrufen pro Tag kostenpflichtig sein, wie spiegel.de berichtet. Der Preis liege bei vier bis zehn Dollar pro 1000 Abrufe. Die neuen von Google als "Nutzungsbeschränkungen" bezeichneten Regelungen sollen dem Suchmaschinen-Riesen als zusätzliche Erlösquelle dienen. Mit Hilfe der so genannten API Console können Inhaber von Webseiten mit eingebundener Karte von Google überprüfen, ob sie die Abruf-Limite überschreiten. Falls dies der Fall ist, müssen die Kreditkartendaten hinterlegt werden.
Dieses neue Reglement könnte sowohl für Google selbst als auch für seine Kooperationspartner weitreichende Folgen haben. Denn zwar wurde damit eine neue Erlösquelle generiert, jedoch könnte es viele kleine und mittlere Unternehmen davon abhalten, Google Maps auf ihren Webseiten zu verwenden. Diese könnten sich in der Folge an die Konkurrenz wenden.
So bietet auch Googles Konkurrent Microsoft mit Bing Maps einen vergleichbaren Kartendienst an. Allerdings ist auch dieser ab 125'000 Sessions pro Jahr, also 342 Sessions pro Tag, kostenpflichtig. Nokia bietet Kartenmaterial an, das mit dem Handy und über den Dienst Nokia Maps abrufbar ist. Und schliesslich gibt es mit OpenStreetMap auch einen kostenlosen alternativen Kartendienst. (sl)

