01.11.2011

Facebook

Wird nach dem Tod zur Gedenkstätte

Bestattungsunternehmen verwalten digitales Leben.

Immer mehr Menschen führen ihr Leben teilweise online. Im Gegensatz zur physischen Präsenz endet deren Online-Pendant aber nicht automatisch mit dem Tod. Die Verwaltung des Online-Nachlasses gewinnt stetig an Bedeutung, wodurch völlig neue Geschäftsfelder entstehen.

Online Gedenkstätten

Viele Social-Media-Plattformen haben eindeutige Richtlinien für den Umgang mit verstorbenen Usern. Facebook bietet Hinterbliebenen beispielsweise die Möglichkeit, die Profilseite eines verstorbenen Angehörigen in eine Gedenkseite umzuwandeln. Die Verwaltung des Online-Nachlasses eines durchschnittlichen Internetnutzers ist allerdings eine sehr zeitaufwändige Angelegenheit. In vielen Ländern bieten Bestattungsunternehmen bereits an, die entsprechenden Schritte zu unternehmen. Die Spuren, die ein Mensch im Netz hinterlässt, sind oft sehr persönlicher Natur und die Löschung der Informationen ist mitunter gar nicht so leicht zu bewerkstelligen.

Konsequenzen diskutieren

Mit dem digitalen Nachleben lässt sich auch Geld verdienen. Im November findet in Amsterdam die vierte "Digital Death Day" Konferenz statt. Hier treffen sich Vertreter verschiedener Branchen, etwa Bestattung und IT, um die Konsequenzen des Nachhalls von Personen im Internet zu diskutieren. (pte)


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