Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich in der Diskussion um den in Indien untersagten kostenlosen Internet-Service des Online-Netzwerks von einem seiner wichtigsten Investoren distanziert. Marc Andreesen hatte einen umstrittenen Tweet abgesetzt.
Webbrowser-Pionier und Risikokapitalist Andreessen schrieb nach der Entscheidung in einem schnell wieder gelöschten polemischen Tweet geschrieben: «Anti-Kolonialismus war für das indische Volks über Jahrzehnte wirtschaftlich katastrophal.» Dieser Satz löste neben weiteren Vorwürfen an Indiens Regierung einen Sturm der Kritik aus.
Zuckerberg nannte Andreessens Äusserungen am Mittwoch «sehr bestürzend» und betonte, sie entsprächen nicht den Ansichten von Facebook oder von ihm persönlich.
I want to respond to Marc Andreessen's comments about India yesterday. I found the comments deeply upsetting, and they...
Posted by Mark Zuckerberg on Mittwoch, 10. Februar 2016
Andreessen gehört dem einflussreichen Facebook-Verwaltungsrat an. Er entschuldigte sich bei Twitter für seinen Kommentar uns versicherte, er sei «zu 100 Prozent gegen Kolonialismus».
Indische Behörden hatten Facebooks Projekt für den kostenlosen Zugang zu einigen Online-Diensten am Montag einen Riegel vorgeschoben. Die Regulierer untersagten mit Verweis auf die Netzneutralität Telekom-Anbietern grundsätzlich Ausnahmeregelungen für einzelne Services.
Davon ist auch das Angebot «Free Basics» betroffen, das unter anderem den Zugang auf das weltgrösste Online-Netzwerk Facebook ermöglichte, aber auch auf ausgewählte Bildungs-, Gesundheits- und Job-Dienste. (sda)
Bild: Facebook
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15.02.2016 09:31 Uhr

