Für die Vergabe der 46. Grimme-Preise sind in Deutschland 52 Fernsehproduktionen und Fernsehschaffende nominiert worden. Das gab das Grimme-Institut am Mittwoch in Marl bekannt.
Die Kommissionen wählten aus 582 Vorschlägen rund ein Dutzend Nominierungen aus dem privaten Senderangebot aus, alle übrigen Auswahlen gehen auf die öffentlich-rechtlichen Angebote zurück. Die Nominationen reichen von Käpt'n Blaubär bis zu Harald Schmidt, von der "Geo"-Reportage "Kambodscha" bis zum Mehrteiler "Der Seewolf".
Die Besondere Ehrung, der einzige schon feststehende Grimme-Preis, geht an den 77-jährigen Alexander Kluge. Der promovierte Jurist hat sich als Regisseur, Produzent, Hochschulprofessor, Kunsttheoretiker, Medienmanager und Philosoph hervorgetan.
Seine grosse Liebe gehört den bewegten Bildern. "Filme machen ist meine Lieblingstätigkeit", hat er seine Passion beschrieben. Seit Mitte der 80er Jahre zählt Kluge zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des deutschen Fernsehens. Alle anderen Preisträger werden am 10. März bekanntgegeben.
Die Gala mit der Preisübergabe folgt am 26. März im Stadttheater von Marl im Ruhrgebiet. Der Adolf-Grimme-Preis gilt als die renommierteste Auszeichnung für Qualitätsfernsehen in Deutschland. Der Preis ist nach Adolf Grimme (1889-1963) benannt, der von 1948 bis 1956 Generaldirektor des damaligen Nordwestdeutschen Rundfunks war. (sda)

