Die EU-Kommission untersucht einschränkende Auflagen, die grosse US-Filmstudios europäischen Bezahlfernsehsendern bei der Ausstrahlung von Hollywood-Spielfilmen machen.
Die Brüsseler Wettbewerbshüter leiteten ein förmliches Kartellverfahren ein, wie am Montag mitgeteilt wurde. Dabei geht es darum, dass US Filmstudios wie Twentieth Century Fox, Warner Bros., Sony Pictures, NBCUniversal oder Paramount Pictures Lizenzen zur Ausstrahlung von Filmen und anderen audiovisuellen Produkten nur für ein bestimmtes Gebiet an Pay-TV-Sender vergeben.
Erwirbt ein EU-Bezahlsender also von einem US-Studio das Recht an der Ausstrahlung eines Films, gilt dies nur für den EU-Mitgliedstaat, in dem der entsprechende Sender über Satellit und Internet Inhalte ausstrahlt.
Grenzüberschreitender Zugang wird untersucht
"Die Kommission wird insbesondere untersuchen, ob diese Bestimmungen die Sender daran hindern, ihre Dienstleistungen grenzüberschreitend anzubieten, zum Beispiel weil sie diese dazu anhalten, potenzielle Kunden aus anderen Mitgliedstaaten abzulehnen oder den grenzüberschreitenden Zugang zu ihren Diensten zu blockieren", erklärte die EU-Kommission.
Von dieser Praxis betroffen sind demnach etwa Sky Deutschland, BSkyB aus Grossbritannien, der französische Sender Canal Plus, Sky Italia und DTS aus Spanien. (sda)

