27.03.2020

NZZ am Sonntag

Podcast über Schweizer Politdrama lanciert

In einer Podcast-Serie mit dem Titel «Vermisst: Ursula Koch» arbeitet die NZZ am Sonntag ein denkwürdiges Stück Schweizer Politgeschichte auf: den Aufstieg und Fall der streitbaren SP-Präsidentin Ursula Koch.

Nach dem preisgekrönten Podcast «Sihlquai» im Jahr 2019 hat am Freitag die NZZ am Sonntag eine zweite grosse Podcast-Serie lanciert, wie es in einer Mitteilung heisst. In «Vermisst: Ursula Koch» geht es um die umstrittene Politikerin und SP-Präsidentin, die vor 20 Jahren nach einem dramatischen Machtkampf abrupt zurücktrat. Seither fehlt von ihr jede Spur. Sie trat nie mehr öffentlich auf.

Ursula Koch war die erste Frau an der SP-Spitze und als Zürcher Stadträtin eine der streitbarsten Politikerinnen ihrer Zeit, bewundert von den einen, bekämpft von den anderen. Zwanzig Jahre nach ihrem Abschied aus der Öffentlichkeit begeben sich der Podcast-Produzent This Wachter und die NZZ-am-Sonntag-Redaktorin Katharina Bracher auf eine Spurensuche.

Sie erzählen vom dramatischen Beginn ihrer politischen Karriere, als kurz vor ihrem Amtsantritt in Zürich ein Amoklauf in ihrem Departement mehrere Todesopfer forderte, von der steilen Karriere von Koch und vom erbitterten Machtkampf an der SP-Spitze, den die Politikerin schliesslich verlor.

Dabei sprachen sie mit Weggefährtinnen von Ursula Koch und Zeitzeugen, machten sich auf die Suche nach Archivtönen, versuchten auch, mit ihr selbst Kontakt aufzunehmen und stiessen auf eine Spur. Der Podcast zeichnet das Bild einer Frau, die als Politikerin zu früh kam. Ihre Umwelt- und Klimapolitik beispielsweise würden gut in die heutige Zeit passen. (pd/lol)



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