08.08.2007

"Tim und Struppi"

Rassismus-Vorwürfe häufen sich

Kongolesischer Student zieht vor Gericht.

Ein "Tim und Struppi"-Band steht unter verstärktem Rassismus-Verdacht. In Belgien geht jetzt ein Kongolese vor Gericht. Das meldet Spiegel Online am Mittwoch. Bienvenu Mbutu Mondondo hat vor einem Gericht in Belgien Klage gegen den "Tim und Struppi"-Band "Tim im Kongo" eingereicht. Der Student empfinde das Buch als "rassistisch", teilte das Gericht am Dienstag mit.

Mondondo habe deshalb Klage gegen Unbekannt und den Verlag Moulinsart eingereicht. Er will ein Verkaufsverbot für den Band durchsetzen. Er moniert unter anderem, dass Tims Hund Struppi die Afrikaner alle "wie notorische Faulenzer" behandle. "Tim im Kongo" wurde 1930/31 als Zeitungsserie veröffentlicht, als Kongo noch eine belgische Kolonie war. Um den Inhalt gibt es eine seit längerem andauernde Kontroverse.

In Grossbritannien hatte im vergangenen Monat die Kommission für die Gleichheit aller Rassen geurteilt, dass "Tim im Kongo" rassistische Vorurteile beinhalte und die Einheimischen darin "wie Affen aussehen und wie Geistesgestörte reden", wie der Spiegel weiter berichtet.


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