30.10.2019

Photobastei Zürich

Von der goldenen Zeit im Fotojournalismus

Eine Ausstellung zeigt 120 eindrückliche Bilder, welche zwischen 1932 und 1989 entstanden sind.
Photobastei Zürich: Von der goldenen Zeit im Fotojournalismus
Mitternacht vom 9. auf den 10. November 1989 in der Nähe des Brandenburger Tores: Erste Zivilisten beginnen mit dem Abbruch der Mauer, Westberlin. (Bild: José Giribás Marambio)

Werner Bischof, René Burry, Robert Capa, Henry Cartier-Bresson, Bruce Davidson, Elliott Erwitt, Josef Koudelka, Robert Lebeck, Inge Morath, Gilles Peress, David Seymour, Jeff Widener – um nur die Wenigsten zu nennen: Sie prägten nach den unfassbaren Eindrücken des Zweiten Weltkrieges die fotojournalistische Arbeit.

Diese «Goldene Zeit des Fotojournalismus» sei geprägt durch ein starkes Selbstverständnis des Fotografen als Autoren und Erzähler, durch auflagenstarke Magazine wie «Life», «Time magazine», «Paris Match», «Spiegel», «Stern» et cetera und durch eine Leserschaft, für welche diese Reportagen das Schlüsselloch zur Weltbetrachtung darstellten. 120 einprägsame Meisterwerke dieser berühmten Fotografen lassen jene faszinierende Epoche des Fotojournalismus zwischen 1932 und 1989 vom 28. November 2019 bis zum 15. März 2020 in der Photobastei in Zürich erneut aufleben.

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Darunter finden sich legendäre Aufnahmen wie René Burris «Che Guevara» oder Elliott Erwitts «Kitchen Debate», die das Aufeinandertreffen von US-Vizepräsident Richard Nixon mit Sowjet-Chef Nikita Chruschtschow auf einer US-Industriemesse in Moskau 1959 dokumentiert. Von Leonard Freed stammt das einzigartige Zeitzeugnis einer begeisterten Menschenmenge, die dem in einem Cabrio sitzenden Martin Luther King zum Friedensnobelpreis gratuliert, von Marc Riboud eine Fotografie, die zum Sinnbild der Friedensbewegung wurde: Eine junge Frau stellt sich beim Friedensmarsch vor dem Pentagon 1967 den Soldaten mit einer Blume in der Hand entgegen.

Die meisten Bilder stammen aus dem 300 Bilder grossen Korpus «In Our Time – The World As Seen By Magnum Photographers», einer Magnum-Ausstellung aus dem Jahre 1989. Die Ausstellung bereiste ab 1987 bekannte Einrichtungen in 15 Ländern und verzeichnete mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher. Der Katalog wurde in einer Auflage von 250'000 Exemplaren in sechs Sprachen gedruckt und avancierte zu einem der wichtigsten Nachschlagewerke der Geschichte der Fotografie.

Weitere Informationen zur Ausstellung «Striking Moments In Photojournalism 1932 – 1989» gibt es hier. (pd/cbe)

 



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