30.05.2007

Nintendo

Wii-Lieferengpässe gefährden Erfolg

Sony drosselt angeblich PS3-Produktion.

Analysten rechnen damit, dass der Engpass an Wii-Konsolen in den USA ohne weiteres bis in die Weihnachtszeit dauert. "Die Nachfrage scheint immer noch die Vorräte zu übersteigen und wir glauben, dass die Lieferknappheit noch den Rest des Jahres anhält", sagt Colin Sebastian, Analyst bei Lazard Capital Markets im Branchenmagazin Next-Gen.biz. In den USA seien Wiis, Nintendos jüngste Konsolengeneration, nur wenige Stunden nach jeder neuen Lieferung in die Geschäfte bereits ausverkauft, berichtet die Los Angeles Times. Damit liegen die Mitbewerber Microsoft und Sony weit abgeschlagen, unter anderem auch, weil die Wii im Vergleich zur Xbox 360 und Playstation 3 mit 249 Euro am günstigsten ist.

Wegen der grossen Nachfrage schraubte das japanische Unternehmen die ursprüngliche Verkaufsprognose von 14 Mio. Stück für dieses Jahr weiter hinauf. In den USA sind seit Markteinführung im November 2006 bereits 2,5 Mio. Wiis über die Ladentische gegangen. Zwar erfüllt Nintendo sein Ziel, weltweit monatlich 1,5 Mio. Wiis zu verkaufen, allerdings stillt diese Zahl nicht die Nachfrage der Verbraucher. Im Gegensatz dazu befindet sich die Konkurrenz in einer umgekehrten Lage. So soll Sony laut Berichten aus Asien die Produktion der Playstation 3 sogar gedrosselt haben.

IDC-Analyst Billy Pidgeon prognostizierte vor einem Monat, dass die Lieferengpässe der Wii sogar bis 2009 dauern könnten. Diese Prognose begründete Pidgeon damit, dass die Wii-Verkäufe von Februar bis März um 22 Prozent zurückgegangen sind, trotz Nintendos Ankündigungen, die Produktion aufzustocken. Laut Pidgeon gefährde ein länger anhaltender Lieferengpass Nintendos gesetztes Ziel, ein Produkt für die breite Masse zu werden.


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