29.07.2021

Andy Was Right

Auf Social Media Tabus gebrochen

Viita ist ein kanadischer Anbieter für absorbierende Unterwäsche. Andy Was Right unterstützt den Brand mit einer Micro-Influencer-Kampagne, in der Themen wie Menstruation oder Blasenschwäche aktiv angesprochen werden.
Andy Was Right: Auf Social Media Tabus gebrochen
Absorbierende Unterwäsche gilt als nachhaltige Alternative zu Binden und Tampons. (Bilder: zVg)

Auch heute wird die weibliche Periode oft noch tabuisiert. In einem Markt, der dabei zusätzlich mehrheitlich aus Wegwerfprodukten besteht, erarbeitete die kanadische Unternehmerin Raquel Tulk im Jahr 2014 die Unterwäsche-Linie «ViitaProtection». Sie soll eine komfortable und umweltbewusste Lösung bei Menstruation, Blasenschwäche und Schweiss bieten. Um die Brand Awareness von Viita in der Schweiz zu steigern, wurde der Digital Content Newsroom Andy Was Right ins Boot geholt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Enttabuisierung der Materie

«Uns war klar, dass eine produktfokussierte Hochglanz-Kampagne hier der falsche Ansatz wäre. Deshalb setzen wir auf Frauenstimmen aus dem echten Leben», wird Projektleiterin Anjali Kosman zitiert. In Zusammenarbeit mit ausgewählten Content Creators wird das Produkt in realen Situationen getestet und die Thematik der Enttabuisierung aktiv angesprochen.

In einem ersten Schritt werden Bilder verschiedener Alltagsflecken gezeigt, unter anderem auch ein Bild von einem Blutfleck. Danach wird aufgelöst, dass es um die Enttabuisierung von Menstruationsthemen im öffentlichen Diskurs geht und menstruationsbedingte Flecken nichts sind, wofür man sich schämen muss. Im dritten Teil der Kampagne stellen die Influencerinnen Viita vor und erklären, wie das Produkt im Alltag unterstützt.

VIITA_Medienmitteilung_2

Bei Viita stösst die Kampagne auf positive Resonanz. «Viele Konsumenten haben bereits schon von Perioden- und Blasenschwäche-Unterwäsche gehört, haben aber Zweifel, ob der Auslaufschutz wirklich ‹sicher› ist», so die Schweizer Viita-Brandmanagerin Joana dos Santos.

«Da solche Themen aber generell weltweit leider immer noch ein Tabuthema sind, trauen sich viele nicht, sich mit jemanden darüber auszutauschen. Mit Andy Was Right wollten wir solche Tabus brechen – und das Feedback ist genial: Nicht nur über Social Media erhalten wir nun viel mehr Anfragen von Schweizer Konsumenten, auch über den Abverkauf über den E-Commerce-Anbieter Brack.ch spüren wir die Offenheit gegenüber unserer Marke. Wir sind stolz, dass viele Frauenstimmen so offen in der Kampagne mit diesem Thema umgehen, und wir kämpfen weiter, dass es immer mehr werden», so Joana dos Santos weiter. (pd/cbe)



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