Wie hat sich die Situation entwickelt?
Es bestand immer ein Wunsch nach Unabhängigkeit und unternehmerischer Freiheit. Der hat sich in den letzten Jahren verstärkt.
Was hat die amtierende Geschäftsleitung an Advico Y&R gestört, dass sie in corpore gekündigt hat?
Uns hat nicht eigentlich etwas gestört. Wir sind einfach zum Schluss gekommen, dass man unternehmerische Freiheit braucht.
Besteht wirklich keinerlei Zerwürfnis?
Nein. Dass keines besteht, wird auch davon unterstrichen, dass wir vor drei Wochen in Miami zur besten Y&R-Agentur des Jahres 2002 gewählt wurden.
Hat die Agentur jetzt ein grösseres Problem?
Ich sehe kein grösseres Problem, weil die Agentur Substanz hat und breit abgestützt ist. Sie lebt nicht von 2 bis 3 Mitarbeitern, sondern von 125.
Wie kann man sich das vorstellen? Die Geschäftsleitung hat sich getroffen, man war unzufrieden und beschloss, eine eigene Agentur zu gründen?
Wir sind nicht unzufrieden. Wir wollten etwaige Unzufriedenheit gar nicht aufkommen lassen. Es gibt keinen anderen Umstand als der, dass wir uns selbständig machen wollen.
Werden Sie jetzt die Kunden von Advico Y&R akquirieren?
Jetzt sind wir unter Vertrag von Advico Y&R und arbeiten in ihrem Interesse. Wir werden danach eine Pause machen und dann neu anfangen.
Wie sieht die neue Zusammensetzung aus?
Es ist jetzt nicht der Zeitpunkt, um darüber zu philosophieren.
Wer sind Ihre Nachfolger bei Advico Y&R?
Wir werden jetzt mit dem Verwaltungsrat eine Lösung finden und haben ein Committment abgegeben, dass wir helfen.
Wie reagierte Verwaltungsratspräsident Bruno Widmer auf Ihre neuen Pläne?
Wir sind jetzt 16 Jahre bei der Agentur. Es ist nicht so, dass wir nie miteinander geredet hätten. Aber was er meint, da müssen Sie ihn fragen.
Überraschender Exodus

