13.11.2014

bsw

"Das neuste Ranking zeigt, wie stark der Markt umkämpft ist"

Präsident Geri Aebi über die neue Erfassungsmethode und den Zustand der Branche.
bsw: "Das neuste Ranking zeigt, wie stark der Markt umkämpft ist"

Herr Aebi, im aktuellen bsw-Ranking werden neu die einzelnen Agenturgruppen separat ausgewiesen. Was erhoffen Sie sich als Präsident von bsw leading swiss agencies von dieser Änderung?
Ich denke, Sie entspricht sowohl einem Bedürfnis des Marktes, also der Auftraggeber, als letztlich auch der Agenturen. Diese werden immer stärker auch selbst als Gruppen und Marken wahrgenommen. Bisher hat das Ranking aber nur einzelne Firmen aufgelistet, sodass eigentlich Äpfel mit Birnen verglichen wurden: Die Einzel-AG mit beispielsweise Units für Werbung, Dialog und Digital wurde so gesehen bevorzugt gegenüber der Gruppe mit drei verschiedenen Firmen für die gleichen drei Disziplinen.

Kamen Sie da als CEO der Wirz-Gruppe nicht in einen Interessenkonflikt mit Ihrer Rolle als neutraler bsw-Präsident?
Bevor ich Präsident wurde, habe ich mich im Vorstand tatsächlich für die jetzige Lösung stark gemacht. Nach meiner Wahl habe ich mich jetzt aber aus den abschliessenden Diskussionen konsequent herausgehalten und diese im Rahmen des Vorstandes durch den Geschäftsführer Peter Leutenegger leiten lassen.

Was sagt das neuste bsw-Ranking über den aktuellen Zustand der Branche aus?
Es zeigt angesichts der in Summe um 3,7 Prozent gesunkenen Bruttobetriebserträge wie stark der Markt umkämpft ist. Und wie wichtig es aus Sicht des Verbandes darum ist, den Auftraggebern mit dem Qualitäts- und Gütesiegel "bsw leading swiss agencies" eine Orientierungshilfe für erstklassige strategische, beraterische und kreative Leistungen zu geben.

An der Spitze gab es kaum Veränderungen. Worauf ist dies zurückzuführen?
Ganz offenbar arbeiten die führenden Agenturen für Ihre Kunden über weite Strecken erfolgreich, sodass sie diese nicht nur weiter betreuen dürfen, sondern auch immer wieder neue dazu gewinnen können.

Sie sind nun genau seit sechs Monaten Präsident des bsw. Was hat Sie bis jetzt am meisten überrascht?
Wie viel Spass mir das Amt macht, das ich nicht wirklich gesucht habe! Es bietet mir zahlreiche Möglichkeiten, meine Erfahrungen einzubringen und für die Branche einzusetzen. Zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit dem Auftraggeberverband SWA, mit dem wir in immer mehr Projekten kooperieren – von der neu aufgesetzten Auftraggeber-Studie über gemeinsam veranstaltete Seminare bis zum noch stärkeren Involvement beim nächsten EFFIE.

Fragen: Matthias Ackeret


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