"Wer nicht übertreibt, ist nicht interessant": Unter diesem Titel kommentiert David Schärer von Rod in der NZZ vom Mittwoch den "lauen Wahlkampf". In seinem Text über reale Inhalte versus Inszenierung greift Schärer unter anderem die Aktion #mirlangets von Donat Kaufmann auf.
Schärer, der für persoenlich.com die Medienpräsenz und Webauftritte der Parteien im Wahlkampf analysierte, stellt zudem fest, dass die mediale Präsenz der Parteien mit der Sitzverteilung korreliert. "Seit dem 1. August 2015 erreicht die SVP mehr als 9'000 Nennungen in der Berichterstattung, es folgen die SP mit gut 7'700, die FDP mit über 6'350 und die CVP mit gut 5'000 Nennungen. Der Anteil an medialer Aufmerksamkeit entspricht damit der Reihenfolge der Sitzverteilung", schreibt Schärer. Und weiter: "Wer den Kampf um Aufmerksamkeit gewinnt, besteht auch an der Urne".
Für den öffentlichkeitswirksamen Wahlkampf-Song der SVP gibt es Lob vom Werbeexperten: Wenn die SVP nun nach jahrelangen kommunikativen Drohgebärden versucht, einen neuen Ton zu setzen, darf ihr das nicht verübelt werden. Und Schärer prophezeit: "Die Strategie scheint aufzugehen". (eh)


