Wie im letzten Monat auch von "persoenlich.com" berichtet, war es zwischen dem Organisationskomitee des Internationalen Werbe-Festivals von Cannes und einer hochrangigen deutschen Agenturgruppe zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen, die in einem drohenden Ausschluss deutscher Jury-Mitglieder im Löwen-Preisgericht gipfelte. Hintergrund: Carsten Heintzsch, Chef und CD von Saatchi & Saatchi in Frankfurt, hatte als Sprecher der Gruppe erklärt, 18 grosse deutsche Agenturen würden die Eurobest-Awards von ihrem Creative Index streichen - aus Gründen der Kostenersparnis, und um das Werbe-Awards-Spielfeld zu ebnen. Sowohl Eurobest als auch Cannes gehören zum Veranstaltungsimperium der Familie Hatchuel. Das Londoner Organisationskomitee hatte daraufhin mit einem Ausschluss deutscher Beteiligung an den Preisgerichtsgremien von Cannes gedroht. Soweit bekannt, sieht der jetzt gefundene Kompromiss vor, dass die deutschen Agenturen ihre grundsätzliche Haltung zum Index zwar nicht ändern, eine Einreichung von Nennungen zu Eurobest aber dennoch in Erwägung ziehen werden. Gleichzeitig zog die deutsche Seite eine offizielles Beschwerdeschreiben zurück. Beim Organisationskomitee von Cannes ist dafür die Drohung, keine deutschen Jury-Mitglieder zuzulassen, wieder vom Tisch.
04.11.2002
Cannes
Deutsche Juroren nun doch zugelassen
Streit um Index-Status der Eurobest Awards beendet.
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