11.04.2023

Lukas Film

Diese Zutaten stecken in einem Werbefilm

Regisseur Lukas Gähwiler zeigt in einer Anleitung, wie Spots entstehen. Seitenhiebe an die Branche inklusive.

Storytelling ist das grosse Credo bei Werbefilmen. Dabei führt häufig eine Off-Stimme durch eine Geschichte, welche den Betrachterinnen und Betrachtern Mut zur Individualität zuspricht und/oder ihn auffordert etwas Neues zu wagen. Am Ende des Films steht das Logo der zu bewerbenden Marke – auch wenn der Zusammenhang von Geschichte und Marke nicht immer offensichtlich ist.

Regisseur und Editor Lukas Gähwiler zeigt in seiner Anleitung «Wie man einen Werbespot macht (egal für was und welche Marke)» mit einem Augenzwinkern die Zusammensetzung solcher generischen Werbefilme auf – und dass dabei verschiedene Akteurinnen und Akteure im Produktionsprozess ihre Vorstellungen einbringen.

«Geschichten erzählen und Emotionen provozieren ist die Aufgabe von uns Filmschaffenden. Die Dramaturgie folgt dabei oft mehr oder weniger dem Drei-Akt-Modell – und es kommen dabei immer wieder ähnliche Protagonisten in ähnlichen Settings darin vor», so Gähwiler.

Die «Anleitung» wurde laut einer Mitteilung ausschliesslich mit Stock-Footage umgesetzt, die Zitate stammen aus bestehenden Werbefilmen – alles Zutaten, welche sich online finden lassen. Und die Offstimme ist synthetisch. Vermutlich sei es eine Frage der Zeit, bis solche Filme auch von künstlicher Intelligenz umgesetzt werden können, heisst es in der Mitteilung abschliessend. (pd/cbe)

 


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