03.11.2023

Edi.23

Drei Kampagnen räumen Gold ab

Sie werben für Denner, die Migros oder Schweiz Tourismus: 16 Filme wurden am Donnerstagabend mit einem Edi ausgezeichnet. 700 Gäste wohnten der Feier im Schiffbau in Zürich bei. Filmchef Ivo Kummer vom Bundesamt für Kultur stand zum letzten Mal auf der Bühne.
Edi.23: Drei Kampagnen räumen Gold ab
16 Arbeiten sind am Donnerstagabend mit einem Edi ausgezeichnet worden. (Bilder: Christian Beck)
von Christian Beck

Draussen trist, drinnen ausgelassen: Die diesjährige Edi-Preisverleihung am Donnerstagabend im Schiffbau in Zürich stiess mit rund 700 Gästen auf grosses Publikumsinteresse. Durch den Abend führte auf der mit echten Pflanzen begrünten Bühne die Winterthurer Rapperin Big Zis. Es war ein Abend ganz im Zeichen des Films. Musikalisch untermalt wurde der Event von DJane Chiri Moya.

«Uns ist es wichtig, dass der Anlass für alle in der Branche ist. Beim Edi sind alle VIPs», sagte Christoph Bürge, Vorsitzender des Branchenverbands Swissfilm Association, sozusagen als Warm-up im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal.

Laut einer Mitteilung der Swissfilm Association wurden viele «hervorragende Arbeiten eingereicht». Für die Shortlist nominiert wurden schliesslich 47 Filme (persoenlich.com berichtete). In feierlichem Rahmen wurden 16 davon mit einer Edi-Statuette ausgezeichnet. Das sind die Gold-Gewinner der 24. Edi-Ausgabe:

Gold-Edi für «The Good Life»

(Commercials: Spots 20 bis 90 Sekunden)


Die Jury begründet ihren Entscheid so: «Dieser Film packt von Sekunde eins an. Auch nach zehnmal schauen. Dass man mit dieser Botschaft auf eine derart bild- und tongewaltige Idee kommt, ist grossartig. Hier stimmt einfach jedes Detail, von der Location über die Ausstattung und das Casting bis hin zur Musik. Simply a great film for a good life.»

Produktionsfirma: Hillton
Produzenten: David Bertschinger Karg, Mona Bertschinger, Gian Andrea Albin
Auftraggeber: Denner, Rémy Müller, Pascal Trütsch



Gold-Edi für «The ride of a lifetime»

(Corporate Communication: Imagefilme über die Unternehmung)


Begründung der Jury: «Die zeitgemässe Botschaft, die Schweiz mit dem Zug zu entdecken, wird in eine witzige Geschichte mit klugen Köpfen verpackt, die ein internationales Publikum ebenso anspricht wie ein einheimisches. Die Akteure sind dialogisch perfekt aufeinander abgestimmt und ergänzen sich in ihrer Selbstironie ideal. Das Botschafter-Duo vermittelt das Bild einer Schweiz, wo Internationalität und Identität gelebte Werte und keine Gegensätze sind.»

Produktionsfirma: Tuna Production
Produzenten: Derya Tuna, Tufan Tuna
Auftraggeber: Schweiz Tourismus, André Hefti, Martin Pally, Janine Allemann



Gold-Edi für «Serie Migros Bio»

(Animation)


Begründung der Jury: «Die technische Umsetzung ist State of The Art. So werden die mit CGI generierten Figuren zu lebensechten Persönlichkeiten. Durch die humorvolle Verschmelzung menschlicher Charaktere mit den dazu passenden Tieren wird die Botschaft optimal übertragen: Migros Bio ist gut für Mensch und Natur.»

Produktionsfirma: Czar Zürich
Produzenten: Jan Fincke, Sandy Blum, Michel Hoffmanns
Auftraggeber: Migros-Genossenschafts-Bund, Katharina Müller, Emilie Gratier, Isabel Läderach



Hier die Übersicht aller Gewinner – Gold, Silber, Bronze und Spezial-Edi – mit sämtlichen Detailangaben:



Alle Gewinnerfilme sind auf edinet.ch publiziert.

Letzter Auftritt für Filmchef Kummer

Filmchef Ivo Kummer vom Bundesamt für Kultur (BAK) überbrachte zum letzten Mal Grüsse aus Bundesbern und überreichte allen Gewinnerinnen und Gewinnern die Statuetten. Kummer wird pensioniert – oder wie er es gegenüber persoenlich.com charmanter ausdrückte: «Ich wechsle den Berufsstand und werde Privatier.» Ein bisschen Wehmut schwinge mit, sagte er auf der Bühne in pastoralem Tonfall. «Die Edi-Preisverleihungen gehörten zu den schönsten und angenehmsten Veranstaltungen während meiner über zehnjährigen Amtszeit.»

Der Abend bringe immer auch Entdeckungen und Überraschungen. «Diejenigen, die es nicht bis hierhin geschafft haben, können sich mit der Gewissheit trösten: Mein Film ist ein Meisterwerk – bloss die Jury ist eine totale Fehlbesetzung», so Kummer. Erfolgreiche Werbung entstehe durch Authentizität, Mut und Witz. «Werbefilme werden dadurch zu einem Kulturgut. Sie spiegeln die Gesellschaft, das Leben und die Kultur von jeweiligen Epochen.» Es gebe aber auch Werbefilme, die so schlecht seien, «dass man nicht pfeifen kann, weil man gähnen muss». Davon blieben die Gäste im Schiffbau allerdings verschont.



Edi ist die offizielle Qualitätsauszeichnung für Auftragsproduktionen von Werbe-, Industrie- und Unternehmensfilmen. Der Wettbewerb steht unter dem Patronat des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI). Mit dem Edi sensibilisieren Innendepartement und Swissfilm Association für das schweizerische Auftragsfilmschaffen.



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