Case1: So clever kann simpel sein
Mobile Nachrichten haben ihre eigenen Codes und Redewendungen. Wer zum Beispiel einen Text ohne Absender erhält, antwortet «Who dis?». Früher hätte man noch «Who is this?» oder «Wer ist das?» geschrieben. Mit diesem mittlerweile gängigen Text spielt die Kampagne von Disney in Kanada. Seit einigen Wochen ist das Angebot von Hulu auch im Disney-Streamingdienst erhältlich. Die Anfangssilben der beiden Marken ergeben «Hu Dis». Dazu gibt es jeweils ein abgeschnittenes Foto, das es zu erkennen gilt.
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Gellers Einordnung: «Manchmal braucht es gar nicht viele Worte, um alles zu sagen. Disney und Hulu zeigen: zwei Hälfte können reichen. Gerade diese Einfachheit macht die Kampagne stark. Mit dem kleinen umgangssprachlichen Twist wird überraschend viel erzählt, sie kommt ohne überladene Botschaft aus und bleibt trotzdem (oder eben genau deshalb) hängen. Das beweist mal wieder, dass simpel auch clever sein kann.» («Hu Dis ?»/Agentur Courage für Disney)
Case 2: Alltagssituationen ohne Personen
Hände joggen, skateboarden, machen Yoga oder warten auf die U-Bahn. Eines haben all diese Hände gemeinsam: Sie tragen einen Smartring der Marke Oura.
Gellers Einordnung: «Wer hätte gedacht, dass Hände allein so viel Leben ausstrahlen können? Gerade weil die Kampagne auf ganze Personen verzichtet, wirken die Alltagssituationen überraschend vertraut und lebendig. Keine Gesichter, keine Mimik. Und trotzdem erkennt man ganz unterschiedliche Charaktere wieder, die einem selbst bekannt vorkommen. Obwohl es doch eben eigentlich nur Hände sind. Gleichzeitig rückt der Film so das Produkt noch mehr ins Zentrum. Ein Win-win, würde ich sagen: gut für Oura und schön für uns anzuschauen.» («Wear Your Best Life»/Agentur Nice & Frank für Oura Ring)
Case 3: Strassenschilder als Werbeträger
Mitte Oktober ist die Verfilmung des Videogames «Street Fighters» in die Kinos gestartet. In London hat sich der Verleih von Paramount einen speziellen Stunt einfallen lassen. Die Strassenschilder von London – die ja mit dem Wort «Street» enden – wurden mit einem «Fighter»-Kleber ergänzt.
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Gellers Einordnung: «Aus ‹Street› wird ‹Street Fighter› – und plötzlich sagen Londons Strassenschilder mehr als nur, wo es langgeht. Das ist Guerilla-Marketing at its finest. Wenig Aufwand, viel Wirkung, und genau mit dem richtigen Augenzwinkern. Denn wie die Figur Ryu es so schön sagt: ‹The answer lies in the heart of battle.› In diesem Fall liegt sie mitten in London.» («Street Fighter»/Unbekannte Agentur für Paramount UK)
In der Rubrik «World Wide Werbung» präsentiert persoenlich.com in Zusammenarbeit mit der Publicis Groupe hervorragende internationale Cases.


