Letzte Woche kritisierte die neue Führungscrew von Salt das frühere Management des Mobilfunkanbieters scharf, persoenlich.com berichtete. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass das Marketing neu intern mit einem kleineren Team betrieben werde. Es gebe keine Auslagerungen mehr.
Davon erfuhren die Agenturen, die mit Salt zusammen arbeiteten aus den Medien. Publicis etwa hat das Telekommunikationsunternehmen Orange im Rebranding-Prozess zu Salt begleitet. «Ein in mehrfacher Hinsicht grosser Erfolg, der sich mit diversen Zahlen belegen lässt», sagt Publicis-COO Thomas Wildberger gegenüber persoenlich.com.
«Wir können daher die negativen Äusserungen des aktuellen Salt-Managements gegenüber der ehemaligen Führungsmannschaft sowie die nun plötzlichen Richtungswechsel in Marketing und Kommunikation nicht nachvollziehen», kommentiert Wildberger den Richtungswechsel.
Ebenfalls auf Unverständnis stösst die Kommunikationsstrategie von Salt gegenüber der ehemaligen Agentur: Zwar sei das Vertragsverhältnis mit Salt Ende 2015 ausgelaufen, geplant seien aber weitere Zusammenarbeiten auf Projekt-Basis oder neue Vertragsverhandlungen gewesen. «Wir haben im Januar guten Mutes an einem Pitch teilgenommen», sagt Wildberger im Gespräch mit persoenlich.com.
Salt sei dann aber nie an Publicis herangetreten, um den Stand der Dinge zu kommunizieren. Da habe man sich schon etwas gewundert, so Wildberger: «Es ist fast so, wie wenn man von einem Liebhaber ohne Nachricht verlassen wird.»
Die aktuelle Kommunikationskampagne wurde denn auch nicht von Publicis entwickelt, «sie steht im Widerspruch zu der ‚no bullshit’-Kampagne, die Salt vorher gefahren ist». Salt will auf Anfrage von pesoenlich.com weder dazu, noch zu der künftigen Marketingstrategie des Unternehmens Stellung nehmen.
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