Ein neuer Textentwurf für eine Antitabak-Konvention sieht eine Einschränkung aber kein Verbot der Werbung vor. Der Text wurde am Mittwoch vom Präsidenten der internationalen Verhandlungsgremiums, Luis Felipe De Seixas Correa, in Genf veröffentlicht. Gemäss dem neuen Vorschlag "ergreift jeder Vertragspartner wirksame Massnahmen, um die Tabakwerbung sowie das Sponsoring einzuschränken. Diese Massnahmen können ein allgemeines Verbot der Tabakwerbung umfassen", heisst es weiter.
Ein im Juni 2002 unterbreiteter Textentwurf sah noch vor, dass die Staaten Massnahmen zur Einschränkung der Tabakwerbung ergreifen "mit dem Ziel einer vollständigen Abschaffung". An der letzten Verhandlungsrunde im vergangen Oktober hatten sich 100 von 192 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ein vollständiges Verbot der Tabakwerbung ausgesprochen.
Nichtregierungsorganisationen (NGO), die ein Werbeverbot unterstützen, hatten kritisiert, dass Länder wie die USA, Deutschland und Japan versuchten, den Text der Konvention zu verwässern. Nach Angaben der WHO sterben weltweit 4.9 Millionen Menschen pro Jahr an Krankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden.

