11.08.2020

Freundliche Grüsse

Mit Höngg Kong oder Hotting Hill gegen CO2

Die Stadt Zürich will die Bevölkerung motivieren, die Klimaziele nicht aus den Augen zu verlieren. Die Kampagne fokussiert auf sechs Kernthemen und verbindet Zürcher Quartiere mit witzigen Sprüchen mit der Welt.
Freundliche Grüsse: Mit Höngg Kong oder Hotting Hill gegen CO2
Höngg Kong statt Höngg, Escher Paryss statt Escher-Wyss und Hotting Hill statt Hottingen: Die Plakate der Kampagne «Mehr Zürich – weniger CO2» der Stadt Zürich. (Bild: Freundliche Grüsse)

Die Stadt Zürich lanciert eine komplexe und zugleich erfrischende Kampagne zum Thema Klimaschutz. Für die Umsetzung wurde die Zürcher Kreativagentur Freundliche Grüsse beauftragt, die eine Vielzahl an bunten Massnahmen entwickelte – von Video über Print bis zu einem Instagram-Filter und einer vertiefenden Themen-Website.

«Mehr Zürich – weniger CO2» ist die Kernbotschaft der Kampagne, die vermittelt, dass es keine grosse Mühe macht, klimafreundlich zu leben, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Auf Lebensqualität müsse dabei nicht verzichtet werden. Im Einzelnen nimmt sich die Kampagne der Stadt verschiedener Klimaschwerpunkte an: Reisen, Mobilität, Ernährung, Konsum, Heizen und Energie.

Mit Velo und ÖV unterwegs sein, bewusster konsumieren, nachhaltige Energiequellen nutzen, Food Waste vermeiden. Für die Übersetzung dieser Themen in eine gutgelaunte Filmcollage hat sich Freundliche Grüsse den jungen Zürcher Regisseur Burak Erinmez an die Seite geholt, der bereits für Kunden wie Zalando, Porsche und Nike gearbeitet hat.

Der Film wurde ganz ohne Autos nur mit Cargo-Velos produziert – quasi klimaneutral, wie Freundliche Grüsse schreibt. So schliesse sich der Kreis zum Anliegen des Projekts. Auf Plakaten in der Stadt und in VBZ-Trams, sowie in Social-Media-Posts, werden die sechs Klimaschwerpunkte mit Kofferworten dramatisiert, die jeweils ein Zürcher Quartier mit einem anderen Ort auf der Welt verbinden.

So kann man in Escher Paryss das ganze Jahr über Mode von lokalen Labels kaufen, die nachhaltig produzieren. Warum nicht in Höngg Kong exotisch essen gehen und die Reste vom Teller für den nächsten Tag einpacken lassen, wie es in Asien längst üblich ist? Oder den Tag im romantischen Hotting Hill verbringen und mit dem Velo vom Buchladen ins gemütliche Café fahren? Schliesslich liegt in Zürich alles nah beieinander, wozu überhaupt ein Auto nutzen?

Nicht nur mit Posts und Stories, auch mit einem eigens konzipierten Instagram-Filter ist die Kampagne auf Social Media unterwegs. Eine Reihe von ausgewählten, lokalen Botschafterinnen und Botschaftern machen die User auf den Filter aufmerksam. Mit dem Filter können sich User spielerisch für das Klimathema engagieren und die Anliegen mit ihren Freunden teilen.

Die Website zuerich-co2.ch schafft eine Übersicht und gibt dem Thema Tiefe. Mithilfe animierter Infografiken erfahren die Nutzerinnen, dass bereits 53 Prozent der Zürcher Haushalte auf ein Auto verzichten, oder dass 8 Prozent des globalen CO2-Ausstosses durch die Textindustrie verursacht wird. Wer die Seite nutzt, wird auch aufgefordert, über einen Wettbewerb, eigene Vorschläge für den Klimaschutz in Zürich zu entwickeln.

Zu gewinnen gibt es 80 Stofftaschen mit den Themenheadlines der Kampagne, so dass die Botschaft weiter nach aussen getragen werden kann. Zudem gibt es ein Download-Center, über das die sechs Plakatmotive undder Film heruntergeladen werden können. Wer die Stofftaschen vom Wettbewerb kaufen möchte, kann auch dies über die Website tun.

Die Klimaschutzkampagne der Stadt Zürich läuft in zwei Phasen. Insgesamt vom 11. August bis zum 13. September 2020.

Verantwortlich bei der Stadt Zürich: Claudia Naegeli und Tina Biletter, verantwortlich bei Freundliche Grüsse: Pascal Deville, Samuel Textor, ManuelaBrunner (Gesamtverantwortung), Sebastian Blomgren, Kathy Känzig (Beratung), Berni Brungs, Grégoire Vuilleumier, Morris Lötscher (Text/Konzept), Norihito Iida (Art Direction), Maude Mahrer (Grafik), Isabelle Schmid (Social Media), Nadine Mojado (Head of Creative Production), Burak Erinmez (Regie), Mama Pictures Matteo Attanasio (Filmproduktion), Violetta Digital Craft (Website), Luis Balzer (Instagram Filter) (pd/wid)



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Kommentare

  • Jolanda Kohler, 17.08.2020 11:03 Uhr
    Herzliche Gratulation allen Beteiligten für diese innovative Kampagne, echt cool gemacht!
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