Mit der seiner eigenen Agentur, der Neuen LGK gab er auf, nun kommt der Neuanfang: André Benker wird Creative Director bei Komet. Bei der Berner Agentur, die vor 16 Jahren von Marcel Durst (rechts im Bild) gegründet wurde, wird er ab Mai im Duo mit dem derzeitigen Creative Director Moritz Staehelin tätig sein. Bis dahin gibt es für ihn noch einiges zu tun.
Herr Benker, Sie waren jahrelang Mitinhaber und Kreativchef bei der Neuen LGK. Nun schliessen Sie die Agentur (persoenlich.com berichtete) und werden an der Seite von Moritz Staehelin CD bei Komet. Haben Sie das Gefühl, versagt zu haben?
AB: Nein, das Gefühl habe ich nicht. Als CD nicht, das zeigen auch die Kampagnen, die man von der Neuen LGK in den vergangenen Jahren sehen konnte, dass es dafür keinen Grund gibt. Aber auch als Unternehmer nicht. Wir wurden ja nicht gezwungen zu schliessen, sondern haben uns nach langen und reiflichen Überlegungen aus freien Stücken zu diesem Schritt entschlossen.
Im Nachhinein gesehen: Was hätten Sie anders machen sollen?
AB: Es haben letztlich so viele verschiedene Faktoren mitgespielt, warum wir uns dazu entschlossen haben, dass ich im Nachhinein darauf keine kurze, präzise Antwort geben kann.
Inwiefern nahmen Sie die Verantwortung für 12 bis 20 Mitarbeitende als grosse Belastung wahr?
AB: Nicht als grosse Belastung, sondern als eine grosse Verantwortung.
Welche Kunden bringen Sie zu Komet?
AB: Ich werde weiterhin für die Kunden Gallo Suisse, "Berner Zeitung", Schweizer Zucker und Swisspatat arbeiten.
Welche Kunden wollten Sie überzeugen, sind aber abgesprungen?
AB: Keine. Ich werde für die Kunden arbeiten, für die ich in der Vergangenheit immer sehr gerne und erfolgreich gearbeitet habe und unbedingt weiter arbeiten wollte. Unterstützt werde ich dabei von Beraterin Claudia Shatri, die diese Kunden in den letzten Jahren mit mir betreut hat. Sie wechselt ebenfalls zu Komet, worüber ich mich sehr freue.
Herr Durst, André Benker wird als Kreativduo an der Seite von Moritz Staehelin auftreten. Wie werden die Rollen aufgeteilt?
MD: Es freut uns sehr, dass wir André für uns gewinnen konnten, da er mit seinen menschlichen und fachlichen Qualitäten eine grosse Bereicherung für unsere Agentur ist. Moritz Staehelin und André Benker werden eng zusammen arbeiten und die Kunden von Komet aufteilen. André Benker wird weiterhin die Kunden, die er mitbringt, betreuen. Moritz die anderen. Da kommt viel Erfahrung und kreative Kompetenz zusammen.
MD: Dass André Benker und Claudia Shatri zu komet wechseln, hat nichts mit Moritz Staehelin zu tun. Moritz hat sein Projekt in Ibiza. Wann das Hotel gebaut sein wird, ist offen. Er ist mit vollem Engagement bei uns CD und macht einen sehr guten Job. Das wird auch noch einige Zeit so bleiben.
Sie haben Komet gegründet?
MD: Ja, vor 16 Jahren, wir waren damals vier Mitarbeitende. Heute sind wir 28. Mit dem Dazustossen von André Benker wird es nochmals einen zusätzlichen, neuen Schub geben. Die Kunden, die André mitbringt, ergänzen unser Portfolio in idealer Weise. Von dieser neuen Konstellation profitieren die bestehenden Kunden genauso wie die neuen Mandate: eine Win-win Situation.
Herr Benker, sind Sie beteiligt bei Komet?
AB: Nein, ich werde mich jetzt ganz darauf konzentrieren, was ich am liebsten mache: mit Textern und AD’s Kampagnen erfinden, entwickeln und ausführen.
Freuen Sie sich auf die neue Aufgabe?
AB: Ich freue mich sicher auf die neue Herausforderung, auf die neuen Kolleginnen und Kollegen, die neue Umgebung. Wobei ich natürlich das Team von der Neuen LGK vermissen werde, speziell Hans Tanner, mit dem ich doch mehr als zehn Jahre lang eng zusammen gearbeitet habe.
Fragen: Edith Hollenstein, Bilder: zVg

