Das Aufstellen von Plakatständern Format F4 für Wahlplakate soll die Parteien in Bern künftig fast zehnmal soviel kosten, wie bis anhin. Dies berichtet die Aargauer Zeitung. Anstatt wie bis anhin mit 40 Franken sollen die Ständer und deren Bewirtschaftung neu mit 375 Franken pro Monat zu Buche schlagen. Für die Parteien wird der Wahlkampf für die Wahlen im Herbst also ein teurer Spass.
Demokratieverlust befürchtet
Nico Lutz vom Wahlkampfausschuss des Grünen Bundnis Bern will die Tariferhöhung nicht so ohne weiteres hinnehmen. Lutz hat den Preisüberwacher angerufen, die Umstände zu prüfen. Statt 200 könne sich das Berner Grüne Bündnis für die Wahlen im Herbst nur noch 20 Plakatständer leisten. Lutz fürchtet einen Demokratieverlust, weil sich die kleinen Parteien das Aufstellen der Plakate zu den neuen Preisen gar nicht mehr leisten könnten.
APG rechtfertigt Tariferhöhung mit Vandalismus
Ernst Erismann, Leiter der APG-Filiale Espace, sieht einer Prüfung der neuen Tarife durch den Preisüberwacher gelassen entgegen. "Tatsache ist, dass wir im Geschäft mit den Politplakaten vor den nationalen Wahlen eindeutig draufgelegt haben", so Erismann gegenüber der AZ. Der Vandalismus habe massiv zugenommen, so dass die logistischen Kosten pro Plakat 20 Franken pro Tag betragen hätten. "Wir mussten jeden Tag alle Plakate auswechseln", klagt der APG-Mann. Die APG werde wohl auch mit den neuen Tarifen kein Geschäft machen.
Keine Aufschläge in der Nordwestschweiz

