In der Schweiz ist 2014 zwar mehr Werbung als im Vorjahr betrieben worden, doch gleichzeitig schrumpften die damit erwirtschafteten Erlöse leicht, schreibt die "NZZ". Das zeige ein Vergleich des sogenannten Werbedrucks, den das Marktforschungsunternehmen Mediafocus veröffentlicht, mit den Netto-Werbeumsätzen, den die Stiftung Werbestatistik Schweiz (SWS) publiziert.
Der Vergleich der beiden Datensätze lasse – zumindest auf der Ebene der einzelnen Mediengattungen – einen groben Rückschluss darauf zu, in welchem Ausmass die Unternehmen ihren Kunden Rabatte auf den offiziellen Preislisten gewährten.
Marktführer mit Mühe
Die Netto-Werbeumsätze schrumpften 2014 laut der SWS um 1,6 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken. Das für Werbung beliebteste Medium bleibt gemäss "NZZ"-Artikel weiter die gedruckte Presse mit einem Marktanteil von rund 37 Prozent, vor der Direktwerbung (25%) und dem Fernsehen (18%).
Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Marktanteil der Zeitungen und Zeitschriften aber um einen Prozentpunkt. Diesen hat das Fernsehen hinzugewonnen. Der Rückgang bei der Presse war aber mit –5 Prozent etwas weniger ausgeprägt als in den beiden Vorjahren, als die entsprechenden Erlöse um neun Prozent und 11 Prozent schrumpften.
Starker Preisdruck
Die auseinanderlaufende Entwicklung von Brutto- und Nettoumsätzen im Zeitungsbereich weist auf einen starken Preisdruck hin. Diesem Trend vermochte sich letztlich keines der vier grossen Verlagshäuser Tamedia (Umsatz 2014: +4%), Ringier (–4%), NZZ Mediengruppe(–2%) und AZ Medien (+2%) zu entziehen.
Aussenwerbung, Radio und Kino spielen im Vergleich zu Presse und TV eine etwas geringere Rolle. Immer wichtiger wird dagegen die Internet-Werbung. Die SWS könne dazu aber keine Nettozahlen veröffentlichen, weil sie von den betroffenen Unternehmen weiterhin keine ausreichenden Informationen erhalte. (pd)


