Ein übergewichtiger Bulldog, Pudel oder Husky wartet vor einer Denner-Filiale auf sein Frauchen oder Herrchen: dieses Bild ist in Werbevideos und auf Plakaten der neuesten Kampagne von Denner «nah bei dir» zu sehen. Die Botschaft: Weil es so viele Denner-Filialen gibt, bekommen Hunde nicht genug Auslauf.
Bei Tierschutzorganisationen kommt die Kampagne gar nicht gut an. Solche Darstellungen würden die Fettleibigkeit bei Tieren normalisieren und die gesundheitlichen Folgen davon nicht ernst nehmen, wie Oliver Loga von der Tierschutzstiftung Vier Pfoten gegenüber 20 Minuten sagt. Kritik kommt auch aus kirchlichen Kreisen. Die Werbung sei geschmacklos und verletze die Würde der Tiere. «Ich erwarte, dass Denner seine Werbekampagne nun zurückzieht», so Vroni Peterhans, Präsidentin von «Oeku – Kirchen für die Umwelt».
Der Discounter wehrt sich gegen die Kritik. Es sei klar, dass die Bilder nachträglich bearbeitet worden sind, heisst es von der Medienstelle. Wenig überraschend können auch Werber die Kritik nicht nachvollziehen. Man sehe sofort, dass die Werbung absichtlich überspitzt sei, so Frank Bodin. (mj)
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KOMMENTARE
Daniela Angehrn
13.10.2022 20:00 Uhr
13.10.2022 20:00 Uhr
Die Werbung mit den dicken Hunden ist unmöglich. Nicht das man meint das sei normal uns selbstverständlich. Kranke Tiere zu generieren in einer Werbung nähe beim Kunden was soll das! Hat Denner Migros keine anderen Argumente!
Rudolf Bolli
11.10.2022 22:09 Uhr
11.10.2022 22:09 Uhr
Habe ich das falsch verstanden? Eigentlich sagt die Werbung doch, dass der kurze Weg zu Denner für die Tiere nicht gut sei, weil mit zu wenig Bewegung verbunden. Damit wird doch nicht die "Fettleibigkeit der Tiere normalisiert". Natürlich ist das ganze werbemässig überspitzt. Das muss nicht allen gefallen. Aber wieso ist das ein Thema für "Kirchen für die Umwelt"?
Claude Bürki
11.10.2022 07:29 Uhr
11.10.2022 07:29 Uhr
Leider gibt es sie, die armen, adipösen Hunde. Meistens sind es auch deren Besitzer: fettleibig. Auch wenn die Sujets "nachbearbeitet" sind, ist die Kampagne geschmacklos. Ein faules Argument, das Sie da nachgereicht haben, Herr Bodin.
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