25.03.2018

Wirz

US-Firma setzt ebenfalls auf Schlafkonzert

Die Zürcher Agentur Wirz hatte im August für Ikea ein 8-Stunden-Konzert inszeniert. Dass nun ein US-Bettwarenhersteller das gleiche macht, irritiert die Verantwortlichen.

Eine Halle voller Betten, weich gebettete Leute in Pyjamas und in der Mitte ein Orchester: Das Bild stammt nicht aus Oerlikon, wo die Agentur Wirz für Ikea letzten Sommer das Schlafkonzert «Sleep» des deutschen Komponisten Max Richter inszeniert hatte (persoenlich.com berichtete), sondern aus den USA. 

 

Im Rahmen des berühmten Festivals South by Southwest in Austin lud der Bettwarenhersteller Beautyrest 150 Personen zu einem achtstündigen Max-Richter-Konzert – nicht auf Stühlen, sondern in Betten. Also genau so wie es Wirz gemacht hatte – ebenfalls mit Max Richter. Mehrere Branchenmagazine hatten darüber berichtet und das als Neuheit dargestellt, so etwa das renommierte adweek.com. Dabei ist die Ähnlichkeit der Inszenierung verblüffend (siehe Schiebebild oben).

Das sorgt in Zürich für rote Köpfe, wie persoenlich.com erfahren hat. Offiziell will die Agentur zwar nichts dazu sagen, aber wie persoenlich.com weiss, sind die Verantwortlichen irritiert, dass nun in den USA genau das Gleiche gemacht und als neu verkauft wird.

Die Agentur hat den Event im August 2017 gemeinsam mit Ikea Schweiz, Max Richter und weiteren Partnern auf die Beine gestellt. Um einen Ideen-Diebstahl dürfte es sich dabei jedoch nicht handeln. Bei der ganzen Angelegenheit dürfte entscheidend sein, wo die Rechte sind. Diese scheinen nicht bei Ikea oder Wirz zu liegen, sondern beim Komponisten Max Richter oder dessen Produktionsfirma.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen