Die neuen Fernsehspots für das Schweizer Ei des Branchenverbandes Gallo Suisse sorgen für Kritik. Die Imagekampagne, die Schweizer dazu auffordert mit inländischen Eiern zu backen, verschlingt Steuergelder in Millionenhöhe.
Es sei nicht Aufgabe des Steuerzahlers, solche Werbespots zu finanzieren, sagt SP-Ständerätin Anita Fetz zur SonntagsZeitung. "Die Werbung ist zudem überflüssig. Schweizer kaufen ja bereits vor allem inländische Landwirtschaftsprodukte", so Fetz.
Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz sieht in der Eier-Werbung eine "reine Geldverschwendung". In der Schweiz verkaufte Frischeier stammen schon zu gegen 80 Prozent aus dem Inland.
Laut Marcel Liner von Pro Natura sieht der Hühneralltag zudem oft weniger idyllisch aus als in der Kampagne suggeriert. "Die Werbespots für Schweizer Eier gaukeln eine heile Welt vor, die es so nicht gibt. Neue Ställe verbrauchen viel Kulturland, und die Tiere essen Kraftfutter aus Brasilien." (soz)


