01.07.2014

USA

Wettbewerbshüter lassen L'Oréal alt aussehen

Aus für Werbung mit "wissenschaftlich erwiesenem" Alterungsschutz.

Der Kosmetikriese L'Oréal darf einige seiner hochpreisigen Hautpflegeprodukte in den USA künftig nicht mehr mit der Behauptung bewerben, diese könnten äusserlichen Alterungsanzeichen vorbeugen.

Der französische Konzern einigte sich mit der Wettbewerbsaufsichtsbehörde FTC auf einen entsprechenden Vermarktungsstopp, um einen Rechtsstreit wegen irreführender Werbeversprechen abzuwenden.
 
Betroffen sind Produkte der besonders teuren Pflegeserien Lancôme Génifique und L'Oréal Paris Youth Code, deren Hautalterungsschutz mit dem Slogan "wissenschaftlich erwiesen" angepriesen wurde.
 
In Werbebotschaften hiess es, dank Fortschritten der Genforschung sei es mithilfe besagter Kosmetika möglich, binnen sieben Tagen eine "sichtbar jugendlichere" Haut zu bekommen. Bezahlen liess sich der Branchenführer das mit bis zu 132 Dollar für einzelne Génifique-Produkte und bis zu 25 Dollar für Pflegemittel aus der Youth-Code-Serie.
 
"Es wäre ja schön, wenn Kosmetikprodukte unsere Gene verändern und die Zeit zurückdrehen könnten", erklärte die Verbraucherschutzabteilung der Federal Trade Commission (FTC) in einer Stellungnahme. "Aber L'Oréal konnte diese Behauptungen nicht belegen."
 
Das französische Unternehmen versuchte sich nach der PR-Schlappe in Schadensbegrenzung: In einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP hiess es, die FTC habe immerhin nur einige "wenige" Werbeversprechen beanstandet, die nicht länger zum Einsatz kämen. Grundsätzlich bleibe festzuhalten: "Die Sicherheit, Qualität und Effektivität der Firmenprodukte wurde nie infrage gestellt." (sda)

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