Der Verkauf von Markenartikeln in der Schweiz ist 2003 um 1.46 Prozent auf 8.66 Mrd. Fr. gesunken. Der Markenartikelverband Promarca spricht von einem durchschnittlichen Jahr. Positiv sei die Ausweitung des Verkaufs von Markenartikeln bei Migros und Denner. Zum zweiten Mal in Folge ist damit der Umsatz der 78 Promarca-Mitglieder leicht gesunken. Dies nachdem in den Vorjahren noch Rekordzunahmen vermeldet wurden. 2001 wuchs der Umsatz noch um 5.3 Prozent. 2002 ging der Umsatz um 1.1 Prozent zurück.
Starker Heimmarkt
Die Promarca-Mitglieder erzielten im vergangenen Jahr drei Viertel ihres Umsatzes in der Schweiz, wie dem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht der Promarca weiter zu entnehmen ist. Das entspricht 6.56 Mrd. Fr. und einem Zuwachs um 0.4 Prozent. Der Exportbereich, der 21 Prozent des Gesamtumsatzes darstellt, wies im Vergleich zu 2002 einen Rückgang von 4.5 Prozent auf. Der dritte Bereich mit Unternehmen mit einem stark diversifizierten Portfolio (Halbfabrikate und Eigenmarken) verzeichnete einen Umsatzrückgang um 12.6 Prozent auf 640 Mio. Franken.
Das Jahr 2003 sei damit insgesamt ein durchschnittliches Jahr gewesen, schreibt die Promarca. Der aussergewöhnlich heisse Sommer sei für die Getränkeindustrie gut und für die Schokoladehersteller schlecht gewesen.
Migros und Denner sei Dank
Positiv für die Markenartikel war, dass Migros und Denner vermehrt Markenartikel in ihr Sortiment aufnahmen. Denner und Migros hätten den Beweis der Anziehungskraft der Markenartikel auf dem nationalen Markt erbracht, heisst es im Jahresbericht. Für die Markenartikelhersteller habe die Ausweitung des Vertriebs auf die Migros nicht zu einer Verlagerung des Volumens von einem Vertriebskanal zu einem anderen geführt.

