Der Getränkehersteller Rivella blickt auf ein schwieriges 2009 zurück. Der Ausstoss sank um 6,4 Millionen Liter auf 105 Millionen Liter, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz sank um 6,9 Prozent auf 143,5 Millionen Franken. Als Grund für den kleineren Ausstoss führt die Rivella-Gruppe den allgemein flauen Konsum in der Gastronomie und den mittelprächtigen Sommer an. Zudem hätten sich bei der Einführung von Rivella Gelb im Herbst 2008 die Händler mit dem neuen Produkt eingedeckt, was im Vorjahr zu einem einmaligen Mehrumsatz geführt habe.
Noch nicht zufrieden ist man bei Rivella mit der Etablierung von Rivella Gelb auf dem Schweizer Markt. Vom Potenzial des Rivella auf rein pflanzlicher Basis sei man aber weiterhin überzeugt, hiess es im Communiqué. Zuversichtlich stimmt das Unternehmen dabei die Umsatzentwicklung in Luxemburg, wo sich das gelbe Rivella bereits besser verkaufe als das blaue oder grüne.
Markenpflege in der Schweiz
Über die Markenpflege äussert sich das Management positiv. Geschäftsleiter Franz Rieder schreibt im Communiqué: "Bei Rivella sind nicht nur die Qualität der Produkte, sondern auch die konsequente Pflege der Marken unantastbar. Zur Markenpflege gehören auch unsere Engagements im sozialen Bereich, allen voran in Sport und Kultur." In Rothrist ist man überzeugt, dass die breit angelegte "langlebe-anders"-Kampagne für Elan sorgen wird. Unter diesem Schlagwort bietet Rivella Querdenkern und Freigeistern eine Plattform, auf der sie ihr Anderssein und ihre Einzigartigkeit zeigen können.
Miriam Blocher im VR
Ein Sesselrücken gab es im Verwaltungsrat des Unternehmens, das nebst Rivella auch die Michel-Fruchtsäfte und das Getränk Passaia herstellt. Neu gewählt wurde Daniel Barth, der Sohn des Rivella- Erfinders Robert Barth. Ins oberste Führungsgremium aufgenommen wurden zudem Konzernchef Franz Rieder sowie Miriam Blocher, Besitzerin des Basler Läckerli-Huus'. Aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten sind Gerty Barth-Horlacher, die Ehefrau des Rivella-Gründers, sowie der Markenartikelexperte Werner Rahm.

