Wie haben Sie die Nachricht aufgenommen, dass SevenOneMedia die Werbevermarktung ab 2011 vollumfänglich an IP Multimedia übergibt und so ein Quasimonopol für Privat-TV-Vermarktung entsteht?
Wir haben damit gerechnet. Aus unserer Sicht war dies das wahrscheinlichste Szenario. Wir sind nun froh, dass der Entscheid getroffen ist. Jetzt können wir uns auf die neue Situation einrichten. Es ist ja kein Geheimnis, dass unser Vertrag mit der Publicitas Cinecom Ende Jahr ausläuft. Wir sind schon länger am Überlegen, wie wir danach unsere Vermarktung regeln.
Welche Szenarien sind vorstellbar?
Wir prüfen derzeit alle möglichen Szenarien: Den Verbleib bei der Cinecom, den Wechsel zu einem anderen Vermarkter, die Zusammenarbeit mit einem neuen Player und auch die Eigenvermarktung. Im Bereich Sponsoring nutzen wir zum Beispiel bereits eine solche Option. Jede dieser Varianten hat ihre Vor- und Nachteile. Ein Entscheid steht Ende Sommer, anfangs Herbst an. Zeitgleich werden dann erste Schritte für die Umsetzung eingeleitet. Aber im Moment ist noch alles offen. Wir machen uns schlau und reden schon länger mit allen.
Noch kurz Ihre Einschätzung: Was bedeutet dieses neue Quasimonopol generell für die Fernsehlandschaft Schweiz?
Das ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwierig zu sagen. Es tun sich ja gleich mehrere Sachen. So hat das Schweizer Fernsehen vom Bundesrat gerade massiv mehr Werbefläche zugesprochen bekommen. Deshalb wird es besonders interessant sein zu beobachten, wie sich die Schere zwischen Brutto und Netto Umsätzen entwickeln wird.
Was bedeutet der Entscheid überhaupt für Ihren derzeitigen Vermarkter, die Cinecom?
Diese Frage muss Alexander Horrolt von der Cinecom beantworten. Sie lässt sich aber wohl erst nach unserer Entscheidung komplett beantworten.
Wie zufrieden sind Sie denn mit der Zusammenarbeit mit der Cinecom?
Die Umsätze in diesem Jahr sind sehr gut.
(Interview: Adrian Schräder)

