30.09.2005

Fussballer

Abkassieren als Marke

Beckham verdient mit Werbung am meisten.

Lukas Podolski ist auf dem besten Weg dazu, Michael Ballack verdient bereits Monat für Monat ein nicht zu verachtendes Sümmchen und David Beckham ist der Werbekrösus unter den Fussballern. Mit geschätzten 25 Millionen Euro Einkommen ist der Engländer in den Diensten von Real Madrid die Nr. 1 im Werberanking.

Doch nicht alle Fussballer bzw. nur sehr wenige kommen in den Genuss eines Millionenvertrags. "90 Prozent der Fussballer sind nicht vermarktbar. Das ist leider so, es sind immer nur zwei oder drei Profis einer Mannschaft, die in Frage kommen", so Peter Olsson von "The Performers".

Die Faktoren, die einen Spieler zu einer "Weltmarke" werden lassen, beruhen laut Olsson auf drei Bausteinen: die Persönlichkeit, konstante sportliche Leistung und eine konstante Medienpräsenz. Die Medienpräsenz ist auch oft z.B. das Problem von erfolgreichen Olympia-Sportlern, die einmal in ihrer Karriere im Rampenlicht stehen und danach wieder in der Versenkung verschwinden.

Beim Faktor Persönlichkeit gibt es neben dem Aussehen, welches generell sehr wichtig ist, aber auch weitere Komponenten: Auftreten, Rhetorik, Charakter und Diplomatie. D. h. nur mit der konstanten sportlichen Leistung hat man noch lange keinen fetten Werbevertrag in der Tasche. Wenn man an seinem Charakter nicht arbeiten will, stehen die Chancen auf die Millionen ungleich schlechter.

Ein Winner-Typ ist also gefragt. Doch die beste Werbestrategie bringt nichts, wenn der "Klient" plötzlich aus der Rolle fällt. "Das kann man oft nicht verhindern. Als Manager hat man dann wegen der Werbepartner zwar die Pflicht einzuschreiten, doch viele Sportler sind beratungsresistent", so Olsson weiter.


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