Am vergangenen Montag hat das Bundesamt für Gesundheit die neue Kampagne Weniger Rauch, mehr Leben lanciert ("persoenlich.com berichtete). Kostenpunkt: 3.3 Millionen Franken. Der Zürcher Sozialökonom Peter Zweifel hält diese Ausgaben für reine Geldverschwendung: Seiner Ansicht nach gibt der Staat zuviel Geld für Gesunheitskampagnen aus. Er argumentiert, dass bereits heute 95 Prozent der externen Kosten, die Raucher dem Rest der Gesellschaft aufbürden, durch die Steuern auf Zigaretten gedeckt seien.
Geld in eine weitere Anti-Tabak-Kampagne zu stecken, bringe dem Staat deshalb auch langfristig keine Einsparungen. Zumal die Kampagne nicht einmal in die richtige Richtung ziele: So hätte sich in Studien gezeigt, dass rauchende Mütter die höchsten externen Kosten verursachten, weil diese ihre Kinder schädigten. "Aber das wollen die Politiker und das BAG nicht thematisieren, weil sie sich nicht getrauen, auf die Mütter loszugehen", so Zweifel.
Eine effizientere Tabakprävention wäre nach seinem Dafürhalten ein Bonus-Malus-System bei der Krankenversicherung: Wer rauche und ungesund lebe, solle eine höhere Prämie bezahlen.

