08.08.2007

Studie

Auch die Kleinsten sind markentreue Konsumenten

Bunte Fast-Food-Verpackung macht Kinder hungrig.

Nur die Verpackung alleine schafft es, Vorschulkinder richtig Appetit auf McDonalds und Co zu machen. Forscher der Bloomberg School of Health in Baltimore haben in einer Untersuchung festgestellt, dass die Kids zu jenen Produkten greifen, die in ihnen bekannten Markenverpackungen stecken. Das, was sich hinter dem Einpackpapier verbirgt, scheint dabei nebensächlich zu sein.

Die Forscher um Dina Borzekowski von der Johns Hopkins Bloomberg School of Health haben 63 Vorschulkinder zwischen drei und fünf Jahren zwei verschiedene Packungen Happy Meals mit je einem Viertel eines Hamburger, Chicken Nuggets, Pommes, zwei Baby-Karotten und einem kleinen Becher Milch gegeben.

Obwohl beide Packungen von der lokalen McDonalds-Filiale stammten, war nur eine in der Originalverpackung. Die zweite war von den Forschern in einem neutralen Papier ohne Logo des Herstellers eingepackt. Die meisten Kinder gaben an, dass ihnen die Mahlzeit in der McDonalds-Verpackung besser schmeckte als jene im neutralen Papier.

76 Prozent der Kinder meinten, dass die Pommes in der McDonalds-Verpackung besser schmeckten, nur 13 Prozent waren der Ansicht, dass die neutral verpackten Pommes besser wären. Auch bei den Nuggets war das Urteil eindeutig: 60 Prozent bevorzugten McDonalds, nur zehn Prozent gaben den neutral verpackten den Vorzug.

"Das ist keine Überraschung, dass das Branding funktioniert", meint Borzekowski. Was allerdings erstaunlich daran sei, ist die Tatsache, dass bereits die Kinder zwischen drei und fünf Jahren derartig darauf reagieren. Deutlich wurde das auch in nachfolgenden Untersuchungen, die deutlich machten, dass Kinder in Haushalten mit mehr Fernsehgeräten eine eindeutige Präferenz für die Marken zeigten. (pte)


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