Die Fussball-Weltmeisterschaft kurbelt vielerorts das Geschäft an. In erster Linie profitiert die Sportartikelbranche. Intersport rechnet mit einem Ertragsplus von gegen 10 Mio. Franken, wie die HandelsZeitung schreibt. Auch die Warenhausketten rechnen mit Mehreinnahmen: Rund 30 Mio. Franken Zusatzeinnahmen soll der gesamte Schweizer Sportfachhandel generieren.
Ebenfalls profitieren laut HandelsZeitung die Elektrofach- und TV-Geschäfte von der WM. Viele Fans rüsten sich mit einem Flachbildschirmfernseher. Sonderumsatz: 10 bis 15 Mio. Franken. Die Swisscom hat sich die mobilen Rechte an den Spielen gesichert. Zudem werden tausende Fans per Sms über die Spielstände informiert. Dies ergibt einen Mehrumsatz von 10 Mio. Franken für alle Festnetz- und Mobilfunkanbieter.
Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass die brasilianische Nationalmannschaft in Weggis am Vierwaldstättersee trainieren wird. Während des zwölftägigen Gastspiels der Brasilianer rechnet Weggis mit 40'000 Logiernächten. Dies ergibt Einnahmen von 10 Mio. Franken. Die deutsche und die italienische Nationalmannschaft trainieren in Genf und die iranische in Spiez. Für Genf bedeutet dies 5'000 zusätzliche Logiernächte und Einnahmen von gegen 2 Mio. Franken.
Als "Verlierer" nennt die HandelsZeitung die Sportreiseveranstalter. Grund: Sie haben von der FIFA keine Tickets bekommen und können darum nur Reisen nach Deutschland anbieten. Dies ergibt Einnahmen von knapp 1 Mio. Franken. Die Firma iSe Hospitality hingegen wird zwischen 50 und 100 Mio. Franken verdienen. Sie hat 10 Prozent aller WM-Tickets bei der FIFA erworben und verkauft diese zu horrenden Margen an Unternehmen weiter.

