Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2018 für die APG operativ erfolgreich. Dies insbesondere dank einem ansprechenden zweiten Semester in der Schweiz, wie es im Aktionärsbrief vom Mittwochmorgen heisst. «Erfreulich ist: Das klassische Plakatgeschäft liegt über dem Vorjahr. Bei den spezifischen Werbeformaten haben wir aber das Ziel nicht erreicht», sagte APG-CEO Markus Ehrle an einer Medienkonferenz im Widder Hotel in Zürich.
Der Verkaufserlös stieg im Geschäftsjahr 2018 um 0,5 Prozent auf 302 Millionen Franken. Während die Verkaufserlöse im Heimmarkt Schweiz um 0,3 Prozent abnahmen, konnte im Segment International ein Anstieg von 17,9 Prozent ausgewiesen werden.
Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verminderte sich um 3 Prozent auf 59,5 Millionen Franken. Die Marge reduzierte sich auf 19,5 Prozent. Den Gewinn beziffert APG mit 47,2 Millionen Franken, was einem Minus von 7 Prozent entspricht. Die Aktionäre sollen je Titel 20 Franken erhalten. Im Vorjahr waren es noch 24 Franken.
APG spürt Konkurrenz im Heimmarkt
Im Heimmarkt Schweiz geht die Verschärfung des Wettbewerbs weiter. Neben Tamedia steigt auch die Vermarktungsgesellschaft Admeira in das Geschäft mit Aussenwerbung ein (persoenlich.com berichtete). Zudem gewinnen Online- und Mobile-Angebote an Bedeutung. «Der Kuchen wurde kleiner, der Wettbewerb immer grösser», bilanzierte Ehrle vor den Medien und Analysten.
2018 sind laut Aktionärsbrief wiederum wichtige städtische Submissionen gewonnen worden. Das Vertrags- und Produktportfolio konnte vor allem im Bereich der digitalen Angebote weiter ausgebaut werden. Gut lief es 2018 in Serbien: Im einzigen Auslandsmarkt der Gruppe legte der Umsatz um 18 Prozent auf 14,9 Millionen Franken zu. «Alles in allem macht uns Serbien sehr Freude und produziert viel Cash», so Beat Hermann, APG-Finanzchef und Leiter der internationalen Märkte. Und Ehrle bezeichnete Serbien als «Perle».
In den nächsten zwei bis drei Jahren plant APG «bedeutende Investitionen» in die Digitalisierung des Leistungsportfolios. Eines der zentralen Projekte ist hierbei die Umsetzung des neuen, langjährigen und exklusiven Vermarktungsvertrages mit der SBB ab 2019 für die Werbeflächen in allen Schweizer Bahnhöfen sowie beim Rollmaterial.
Zudem seien erhebliche Mittel für den Aufbau «eines in der Schweiz einzigartigen, innovativen und vorwiegend digitalen neuen Werbeträgerangebotes» notwendig. Dieses wird laut Mitteilung über die kommenden zwei Jahre aufgebaut. «Es geht um einen Vertrag, bei dem zwar die Tinte trocken ist, aber noch ein Verfahren läuft», so Ehrle im persoenlich.com-Interview. Sind die neuen Angebote einmal aufgebaut, rechnet APG nach dem Vermarktungsbeginn mit einer deutlichen und nachhaltigen Umsatzsteigerung. (pd/cbe)

