16.08.2006

Studie

Autokäufer bestrafen Unternehmen für negative Schlagzeilen

Auch das Image des Unternehmen zählt.

Negative Presseberichte haben einen überraschend hohen Einfluss auf die Kaufentscheidungen von Autofahrern. Zu diesem Schluss kommt eine Befragung von knapp 2'000 an einem Autokauf interessierten Personen durch die deutsche Marktforschung Puls.

46 Prozent der Befragten reagierten negativ auf die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland, 45 Prozent auf Entlassungen im Heimatland und 29 Prozent auf Skandale im Management. Für die Studienverantwortlichen steht damit fest, dass Automobilunternehmen bei ihren Entscheidungen ins Kalkül ziehen müssen, dass Kunden sie für negative Schlagzeilen direkt bestrafen. Wer glaubt, Autokäufer wären nur an den Fahrzeugen, nicht jedoch am Image des Unternehmens interessiert, verkenne die Realität.

Dabei reagieren Männer auf negative Nachrichten wie Arbeitsplatzverlagerung, Entlassungen und Skandale deutlich sensibler als Frauen. Die Beeinflussung durch Negativ-Nachrichten beschränkt dabei sich natürlich nicht nur auf Unternehmensmeldungen. Noch eindeutiger lassen sich Autokäufer von Preis- und Produktnachrichten beeinflussen. So gaben 68 Prozent an, Preiserhöhungen hätten einen sehr grossen beziehungsweise grossen Einfluss auf ihre Kaufentscheidung.


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