Mit 265 Anmeldungen bis auf den letzten Platz ausgebucht, sei der Kaufleuten Festsaal fast aus den Nähten geplatzt, schreibt Goldbach in einer Mitteilung über den Tag der Online-Werbung, der am Donnerstag zum zehnten Mal stattgefunden hat.
Alexander Horrolt, Managing Director, Goldbach Audience Switzerland, begrüsste die zahlreichen Teilnehmer gemeinsamen Frühstück, Networking sowie zu aufschlussreichen Referaten von Branchenvertretern.
Mit "Viral Publishing: Warum die Kleinen plötzlich Traffic bolzen" machte Bernhard Brechbühl, Gründer und Chefredaktor von Storyfilter.com (vgl. Interview mit persoenlich.com), den Anfang und nutzte die Gelegenheit seine Erfolgsstory zu verbreiten. Er zeigte, dass zwischen einer belächelten Idee und Interviewanfragen vom "Spiegel" und der FAZ lediglich sechs Monat und ein viraler Hit in Form der meistgeteilten Geschichte im März 2014 liegen können. Storyfilter produziert keinen Content, sondern kuratiert Inhalte, bereitet sie auf und leitet sie in die Online-Kanäle. Ein Service, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Zielgruppe "smart Millenials on-the-go", will heissen: urbane, kaufkräftige Leute zwischen 17 und 37.
Unter dem Titel "Leistungsmessung für digitale Branding Kampagnen" thematisierten Bettina Hoffmann, COO Consumer Choices/Audience Measurement und Mitglied der Geschäftsleitung, GfK Schweiz und ihr Kollege Jens Barczewski, SE GfK, die Herausforderungen, denen sich die Forschung im Bereich der Leitungswerte für digitale und crossmediale Brandin- Kampagnen stellen muss. Sie präsentierten Ergebnisse aus der Schweiz und stellten diese in Relation zu Deutschland.
Jürgen Seitz, Professor für Marketing, Medien und Digitale Wirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart. rief in seinem Referat die "Perspektiven des Realtime Advertising", auf, das Thema Realtime ganzheitlich zu betrachten und visionäre Ansätze, die Werbeauftraggebern und Konsumenten gleichsam Nutzen bringen können, zuzulassen. Sein Appell: Weder Industrie noch Gesellschaft dürfen sich hinter dem Feigenblatt Datenschutz verstecken. Denn wenn wir es nicht schaffen, die eigenen Fähigkeiten weiter zu pflegen und auszubauen, dann überlassen wir das Feld komplett den USA und geben uns gleichzeitig in deren Abhängigkeit.
"Was kommt nach dem Cookie?" fragte Jochen Schlosser, Director Data & IT uniquedigital, in seinem Beitrag. Als erstes stellte er klar, dass uns Cookies noch eine ganze Weile begleiten werden. Er zeigte in seiner Präsentation aber auf, dass es heute durchaus auch alternative Methoden gibt, um das Tracking auf eine breitere Basis zu stellen. Auch stellte er die Frage in den Raum, ob Marketeers mit diesen Möglichkeiten bereits vertraut sind und sie sich mit den Ansprüchen von Industrie und Gesellschaft an Datenschutz vereinbaren lassen. Denn wenn Konsumenten entsprechend ihren Bedürfnisse angesprochen werden wollen, müssen Werbetreibende wissen, wer hinter den Devices steht. Und das funktioniert nur über Kenntnis der CRM-Login-Daten. Das sei der Preis, der zu zahlen ist. (pd)

