03.08.2017

Postfinance

Beteiligung an Wikifolio gesichert

Auf der Social-Trading-Plattform können Trader ihre Handelsaktivitäten auf Musterdepots veröffentlichen.

Wikifolio ist im deutschsprachigen Raum Marktführer im Social Trading, schreibt Postfinance in einer Mitteilung. Die Finanzinformationsplattform erlaubt es, privaten und professionellen Händlern, ihre Anlagestrategie transparent und in Echtzeit in Musterdepots umzusetzen. Sobald ein Anlageportfolio gewisse Bedingungen erfüllt – beispielsweise eine bestimmte Anzahl Follower hat – können auf Basis dieses Portfolios Zertifikate ausgegeben werden. Dadurch wird die jeweilige Anlagestrategie des Händlers auch für andere Investoren über die Börse handelbar. Der Gedanke des Social Tradings passe «ausgezeichnet» zum Ziel von Postfinance, ihren Kunden einen einfachen und selbstständigen Umgang mit Geld zu ermöglichen und sie in ihren finanziellen Angelegenheiten zu entlasten.

Postfinance geht laut Mitteilung zunächst eine rein finanzielle Beteiligung an Wikifolio ein, steht einem schrittweisen Aufbau einer strategischen Zusammenarbeit aber positiv gegenüber. «Wir wollen in den kommenden Jahren im digitalen Anlegen innerhalb des Retailmarktes Schweiz stark wachsen», lässt sich Daniel Mewes, Leiter Investment Solutions bei Postfinance, darin zitieren. Er würde verschiedene Möglichkeiten sehen, wie sie ihren E-Trading-Kunden den Zugang zu den Wikifolios vereinfachen könnten. «Das wäre ein grosser Mehrwert, denn gerade für selbstständige Anleger sind Wikifolio-Zertifikate äusserst interessante Anlageinstrumente», so Mewes weiter.

Rund zwei Drittel ihrer Erträge erwirtschaftet Postfinance im Zinsdifferenzgeschäft, heisst es weiter. Um im aktuellen Marktumfeld mit tiefen, teilweise negativen Zinsen nachhaltig profitabel zu bleiben, diversifiziere das Unternehmen ihre Ertragsstruktur und erschliesse neue, zinsunabhängige Ertragsquellen. Corporate Venturing sei ein solches Geschäftsfeld, in dem sich die Finanzdienstleisterin seit dem Jahr 2016 verstärkt betätige und Opportunitäten wahrnehme. Dabei sollen neben den wirtschaftlichen Erfolgsaussichten der Unternehmen insbesondere der Bezug zum Kerngeschäft oder eine potenzielle zukünftige Ergänzung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios im Vordergrund stehen. (pd/tim)


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