19.11.2007

Braujahr 06/07

Bierdurst der Schweizer gestiegen

Ausländische Biere gewinnen weiterhin an Gunst.

Die Lust auf Bier ist in der Schweiz ungebrochen. Obwohl kein grosses Fussballtournier stattgefunden hat, sind im abgelaufenen Braujahr 2006/2007 pro Kopf 57,1 Liter die Kehlen hinuntergeronnen. Das sind zwei Stangen mehr als im Vorjahr. Insgesamt seien in der Schweiz 4,34 Millionen Hektoliter (hl) Bier verkauft worden, teilte der Schweizer Brauerei-Verband am Montag in einem Communiqué mit. Das sei ein Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Brauwirtschaft erzielte insgesamt einen Umsatz von gegen 1 Mrd. Franken.

Zum gesteigerten Bierdurst beigetragen haben ein mildes Winterhalbjahr und ein ausserordentlich warmer April. Die dadurch geweckten grossen Erwartungen der Brauereien auf ein überdurchschnittliches Bierhalbjahr hätten sich nur teilweise erfüllt, heisst es. Einen Dämpfer erlitten die Brauereien durch die steigenden Beschaffungspreise für Malz, Hopfen, Verpackungen und Energie, heisst es.

Gefragte ausländische Biere

Weiterhin waren ausländische Biere besonders gefragt: Die Importe hätten um 7,1 Prozent auf 830 000 hl zugenommen. Damit komme beinahe jedes fünfte Bier aus dem Ausland (19,1 Prozent). Heimische Brauer hatten indes mehr Mühe, die Biertrinker bei der Stange zu halten: Die inländische Bierproduktion sei lediglich um 1,5 Prozent auf 3,5 Mio. hl gestiegen. Der Marktanteil in der Schweiz produzierter Biere sei von 81,7 auf 80,9 Prozent gesunken.

Die Bierexporte seien um 66,2 Prozent auf 55'777 Hektoliter angestiegen, heisst es weiter. Die Exporte entspreche 1,6 der inländischen Produktion. Bereits im Bierjahr 2005/2006, als die Fussballweltmeisterschaft stattgefunden hatte, hatte die Schweizerische Brauwirtschaft einen leichen Anstieg des Pro-Kopf-Verbrauchs zu verzeichnen. Werte wie Anfang der 90er-Jahre blieben allerdings in den vergangenen Jahren unerreicht: Damals lag der Konsum mit 71 Litern pro Kopf rund 20 Prozent über dem aktuellen Verbrauch. (sda)


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